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Der Alte Südfriedhof in München
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Der Alte Südfriedhof in München
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Art.Nr.: 978-3-937090-34-4
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Mit einem Rundgang nach Plan und Erklärungen zu über 80 Persönlichkeiten und deren Gräbern
Alexander Langheiter und Wolfgang Lauter
160 Seiten mit Fotos
ISBN 978-3-937090-34-4
Eine Oase der Ruhe inmitten der Münchner Innenstadt, das ist der Alte Südfriedhof heute. 1563 angelegt, blickt er auf eine jahrhundertalte, wechselvolle Geschichte zurück und ist als "Steinernes Geschichtsbuch" ein Zeugnis der Vergangenheit Münchens. Im 18. Jahrhundert zum »Centralfriedhof« der Stadt avenciert, versammelt er in seinen Mauern die Gräber großer Persönlichkeiten, die in oder aus München heraus auch Großes für die Welt geschaffen haben.
Große Namen wie Leo von Klenze, Max von Pettenkofer oder Carl Spitzweg sind hier zu finden. Eingebettet in eine als Naturdenkmal ausgewiesene Grünfläche, bietet dieses einzigartige Freilichtmuseum mit seiner Fülle an Denkmälern ein kunsthistorisches Erlebnis ersten Ranges.
Alexander Langheiter (Text) und Wolfgang Lauter (Fotos) erzählen und illustrieren die Geschichte des Friedhofs und der Stephanskirche von ihren Anfängen bis heute
.
Das schreibt die Presse über dieses Buch
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Rezensionen:
Autor:
Alexander Langheiter und Wolfgang Lauter 20.04.2010
Mit dem Alten Südfriedhof besitzt München ein bedeutendes Kultur-Denkmal des 19. Jahrhunderts. Politiker, Künstler und Originale, die Bayern zwischen 1800 und 1900 geprägt haben, liegen dort begraben. Alexander Langheiters Buch ist die erste umfassende Würdigung dieses bedeutenden Friedhofes. Langheiter erzählt die Geschichte des Areals vom Pestfriedhof vor dem Sendlinger Tor bis zu den Kriegszerstörungen und dem Wiederaufbau nach 1945. Er zitiert historische Reiseberichte, die belegen, dass dieser Totengarten bereits für die Zeitgenossen ein besonderer Ort war. Darüber hinaus stellt er die vielfältigen Grabmalformen zwischen Klassizismus und Historizismus vor, an denen der Alte Südfriedhof ungewöhnlich reich ist. Alle Kapitel sind mit historischen Abbildungen und vielen aktuellen Fotos illustriert. Wer sich für die Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts oder für die bayerische Geschichte interessiert, wird das Buch mit Gewinn zur Hand nehmen. Alois Bierl in Bayern im Buch, 2009/1
Autor:
Peter T. Schmidt / Münchner Merkur 30.10.2008
Neues Buch über den Südfriedhof Jahrhundertelang war der Alte Südliche Friedhof ein Teil der Stadt- und Kulturgeschichte. Und auch wenn hier längst keine Bestattungen mehr stattfinden, gibt es doch viele Geschichten zu erzählen - über den wechselvollen Werdegang der Anlage, über ihre Erbauer und nicht zuletzt auch über die berühmten Persönlichkeiten, die hier ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. All dies ist in einem soeben im MünchenVerlag erschienenen Bildband nachzulesen, der den Bogen schlägt vom Pestfriedhof des 16. Jahrhunderts zur grünen Oase mit dem Rang eines Kulturdenkmals in der Gegenwart. Es ist ein opulentes Buch geworden, denn Autor Alexander Langheiter und Fotograf Wolfgang Lauter werfen auf 160 Seiten einen ganzheitlichen Blick auf das komplexe Thema. Dazu gehört zunächst einmal ein Exkurs in die Münchner Friedhofsgeschichte, und die ist reich an Anekdoten. So erfährt der Leser, dass der "Gottesacker" im Mittelalter auch als Marktplatz diente, dass Bettler hier auf milde Gaben warteten, Hausfrauen ihre Wäsche trockneten und manche Bluttat eine erneute kirchliche Weihe nötig machte. Ganz anders ging es da zu, als 1774 Max II. Joseph die Sache in die Hand nahm und vor dem Sendlinger Tor den "Zentralfriedhof" errichten ließ. Auch auf dem freilich hatten die Toten nicht immer ihre Ruh: So wurden der Mesner von St. Stephan und seine Frau als Grabräuber überführt. In vielen Facetten bis hin zur Grabmalkunde, der weit verbreiteten Angst vor dem Scheintod und den wechselnden Beerdigungs-Ritualen hat Langheiter die Geschichte des Münchner Bestattungswesens anschaulich und kurzweilig dargelegt. Doch auch die Zeit nach der Schließung des Friedhofs 1945 kommt nicht zu kurz. In Text und Bildern vermittelt das Buch einen lebendigen Eindruck davon, welche Rolle die inzwischen üppig begrünte Anlage als Naherholungsziel und Oase der Ruhe für die Menschen aus der Nachbarschaft geworden ist. Sogar Tier- und Pflanzenwelt finden hier ein einmaliges Biotop mitten in der Großstadt vor. Der zweite Teil des Buches ist den Berühmtheiten auf dem Südfriedhof gewidmet. Ein Rundgang samt Lageplan stellt 90 prominente Tote und ihre Gräber in Wort und Bild vor. Ein eigenes Kapitel über die Stephanskirche, eine ausführliche Chronik des Friedhofs und ein umfangreiches Personenregister ergänzen das Werk. Das Buch macht Lust, selbst aufzubrechen in dieses oft übersehene kulturhistorische Kleinod zwischen Thalkirchner-und Pestalozzistraße. Es lädt ein, einzutauchen in die Stille zwischen den alten Grabsteinen und jene Atmosphäre zu spüren, die Wolfgang Lauter mit vielen stimmungsvollen Bildern eingefangen hat.
Autor:
Daniela Schmitt / Hallo München 07.11.2008
»Der Friedhof lebt!« Bei seiner täglichen Joggingrunde über den Münchener Südfriedhof war sich Alexander Langheiter anfangs nicht bewusst, an welchen Persönlichkeiten er da vorbeitrabte. Erst als sich der Autor an die Materialrecherche für sein neues Buch "Der Alte Südfriedhof in München" machte, entdeckte er nach und nach dessen Geheimnisse: "Dort sind über 1000 Berühmtheiten begraben", sagt er: Fraunhofer, Reichenbach, Thiersch, Nußbaum, Widenmayer, Gabelsberger, Kaulbach, Bürklein, Miller, Klenze und viele andere haben hier ihren letzten Ruheplatz gefunden. Langheiter erzählt mit Hilfe eines Plans, wo sich deren Gräber auf dem Alten Südfriedhof befinden - und welches Erbe sie der Nachwelt hinterlassen haben. Und nicht selten wartet er mit wenig Bekanntem auf: Wer weiß schon, dass Carl Spitzweg Apotheker war? "Deshalb hat sein Grabstein die Form eines Apothekerfläschchens", verrät er. Der Autor spricht von einem "steinernen Geschichtsbuch", das schon früh geschrieben wurde: 1788 hat man den "Centralfriedhof" vor den Toren der Stadt langsam akzeptiert, war es doch früher üblich, innerhalb der Stadt begraben zu werden - ein Recht, das vor allem den höheren Gesellschaftsschichten zustand: "Die besser gestellten Leute ruhen in den vorderen Reihen, oft mit prunkvollen Grabsteinen." So wie die Anordnung der Gräber sozialgeschichtlich erklärt werden kann, ist auch die Entstehung des ganzen Friedhofs eng mit der Stadtgeschichte verknüpft: "Das Verhältnis der Menschen zum Tod hat sich über die Jahrhunderte gewandelt. Der Tod ist Teil des Lebens, das weiß man heute. Der Friedhof ist fast ein Erholungspark!" Noch heute kämen Angehörige der Verstorbenen zur Grabpflege. Früher dagegen habe man versucht, den Tod auszuschließen. Fäulnisgeruch von schlecht vergrabenen Leichen und der lieblose Umgang mit den Gräbern habe die Menschen den Gottesacker meiden lassen. Jetzt sind sie gerne hier: Spaziergänger, verliebte Pärchen, Jogger. "Der Friedhof lebt!" freut sich Langheiter.
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