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Rezensionen:
Weitere Rezensionen zu unseren Büchern finden Sie im Pressespiegel
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Artikel: München in 50 Antworten
Autor: B. Mühlbacher
Rezension:
(56 Worte) Tolles Buch! Ich habe es gelesen, habe herzhaft gelacht, mich über manche Antwort gewundert und nur so gestaunt. Dieses Buch sollte jeder, der München wirklich kennen lernen möchte, gelesen haben. Es kann übrigens auch zur Echtheitsprüfung von waschechten Münchnern benutzt werden. Ich werde mir jedenfalls mindestens noch eins besorgen, denn es ist auch eine wunderbare Geschenkidee.
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Artikel: Brunnenkunst und Wasserspiele
Autor: Claudia Theurer
Rezension:
(93 Worte) Münchens Brunnengeschichte beginnt mit dem Fischbrunnen am Marienplatz, der erstmals 1318 erwähnt wurde. Heute hat München mehr als 500 öffentlich zugängliche Brunnen. Sie waren früher Gebrauchsgegenstand des täglichen Lebens. In der Renaissance schmückte man die Residenzen mit Brunnen, im 19. Jahrhundert wurden als Verkehrshindernis empfunden. Zwei Weltkriege haben den Bestand erheblich reduziert. Anlässlich der Olympischen Spiele 1972 wurde eine neue Brunnenkunstära eingeläutet. In ihrem Buch Brunnenkunst und Wasserspiele führt Juliane Reister - übersichtlich geordnet und fachmännisch recherchiert - durch zehn Münchner Stadtteile und zu deren Brunnen.
Claudia Theurer in Hallo München, 12. August 2009
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Artikel: Der Alte Südfriedhof in München
Autor: Alexander Langheiter und Wolfgang Lauter
Rezension:
(136 Worte) Mit dem Alten Südfriedhof besitzt München ein bedeutendes Kultur-Denkmal des 19. Jahrhunderts. Politiker, Künstler und Originale, die Bayern zwischen 1800 und 1900 geprägt haben, liegen dort begraben. Alexander Langheiters Buch ist die erste umfassende Würdigung dieses bedeutenden Friedhofes. Langheiter erzählt die Geschichte des Areals vom Pestfriedhof vor dem Sendlinger Tor bis zu den Kriegszerstörungen und dem Wiederaufbau nach 1945. Er zitiert historische Reiseberichte, die belegen, dass dieser Totengarten bereits für die Zeitgenossen ein besonderer Ort war. Darüber hinaus stellt er die vielfältigen Grabmalformen zwischen Klassizismus und Historizismus vor, an denen der Alte Südfriedhof ungewöhnlich reich ist.
Alle Kapitel sind mit historischen Abbildungen und vielen aktuellen Fotos illustriert. Wer sich für die Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts oder für die bayerische Geschichte interessiert, wird das Buch mit Gewinn zur Hand nehmen.
Alois Bierl in Bayern im Buch, 2009/1
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Artikel: Eine Sehenswürdigkeit für München
Autor: Franz Freisleder
Rezension:
(231 Worte) Wie ein Friedhof zum Lehrpfad von Stadtgeschichte werden kann - das zeigte im soeben abgelaufenen Schuljahr ein Leistungskurs des Ludwigsgymnasiums. Angeleitet von ihrer Geschichtslehrerin Dagmar Bäuml-Stosiek wählten sich 18 Schüler als ihren Beitrag zum 850. Stadtjubiläum den Waldfriedhof zum Thema. Sie befassten sich bei dieser Gelegenheit mit dem Wandel der Bestattungskultur, wie er sich im 19. Jahrhundert auch in München vollzog. Nahmen auf zwei Rundgängen 25 Bauten, Grabstätten und Gräberfelder ins Visier. Hielten sie im Bild fest. Und schrieben kleine Biografien über die Persönlichkeiten, zu denen ihre Friedhofswanderungen führten; ergänzt mit Erläuterungen zur künstlerischen Bedeutung der einzelnen Denkmäler und ihrer Schöpfer. Als reich illustrierte Broschüre ist diese Gemeinschaftsarbeit jetzt im MünchenVerlag erschienen.
Auch der sachkundige Friedhofsbesucher wird von diesen Schülern noch manches lernen; wird sich mit dessen Hilfe an Vergessenes erinnern, wenn er auf seinem Rundgang an den Gräbern der Politiker Georg von Vollmar und Waldemar von Knoeringen, des Widerstandskämpfers Kurt Huber, eines Franz von Stuck oder Paul Heyse, der Familie Krone oder am Grab der Lena Christ vorbei kommt. Wusste er zum Beispiel schon, dass Frank Wedekinds Grabstein mit dem Pegasus auf der Goldkugel von jenem Benno Elkan stammt, der später durch seine Menora vor der Knesseth in Jerusalem berühmt wurde? Und neugierig mag er nachblättern, wieso der preußische Großadmiral Alfred von Tirpitz ausgerechnet im Münchner Waldfriedhof seine letzte Ruhestätte gefunden hat.
Franz Freisleder in der Süddeutschen Zeitung, 4. August 2008
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Artikel: Brunnenkunst und Wasserspiele
Autor: Franz Freisleder
Rezension:
(300 Worte) Wo es so sprudelt und plätschert
Eine Buchpremiere mit Wein und Häppchen kann sich Lioba Bettens kleiner, aber ambitionierter MünchenVerlag nicht leisten. Dass man - das passende Thema vorausgesetzt - Gäste auch allein mit Augenschmaus und Brunnenwasser begeistern kann, bewies die Präsentation des jüngsten Hausprodukts "Brunnenkunst und Wasserspiele". Als eine Autorin, die ihre Leser mitnimmt, schon ehe sie sich ins Buch vertiefen, bewährte sich Juliane Reister: Sie gab Anschauungsunterricht am Objekt und führte die Gäste gleich direkt zu den Kunstwerken. Bei Mathias Gasteigers einst skandalumwitterten Brunnenbuberl hinterm Karlstor startete sie ihren Rundgang und beendete ihn vor ihrem Lieblingswerk, dem von Adolf Hildebrand gestalteten Wittelsbacher Brunnen am Lenbachplatz.
Das Buch selbst führt zu mehr als 100 öffentlich zugänglichen Wasserspendern und -spielen, die es nicht nur beschreibt, sondern auch in stimmungsvollen Farbaufnahmen zeigt. Schlichte Brunnen finden sich darin ebenso wie beispiele witzig-origineller oder monumentaler Bildhauerkunst von gestern und heute. Dass es nicht nur in Münchens Zentrum fröhlich sprudelt und plätschert, sondern ebenso in den verschiedenen Stadtvierteln - auch das belegt Juliane Reister eindrucksvoll. Dafür, dass man den Weg etwa zum Struwwelpeter-Brunnen in Neuhausen, zum Haferl in Haidhausen, zum Glasbrunnen in der Maxvorstadt, zum Bacchus und seiner Bacchantin in Schwabing oder zum Brunnenweiberl in der Au auch leicht findet, ist ebenfalls gesorgt: mit kleinen "Wanderkarten" für zehn verschiedene Stadtteile, auf denen die ausgewählten Stücke genau eingezeichnet sind.
Bei ihrem Rundgang wollte Juliane Reister auch an den Brunnen nicht kommentarlos vorübergehen, die in ihrem Buch noch fehlen; darunter Toni Stadlers Nereiden in den Maximiliansanlagen. Doch, so meinte sie, wer eines der von ihm gestalteten Weiber kenne, der kenn sie ohnehin alle. und eines hat sie ja auf Seite 73 beschrieben, wo sie Stadlers Heine-Gedächtnisbrunnen im Finanzgarten vorstellt: "... mit wohlgeformten Brüsten, ausladendem Unterleib und kleinem Kopf für liebende Gedanken."
Franz Freisleder in der Süddeutschen Zeitung, 24./25. Mai 2008
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Artikel: Wie gut sind deine Zelte Jakob
Autor: Hans Niedermayer
Rezension:
(153 Worte) Die Autorin beschreibt anhand für die Juden bedeutender Örtlichkeiten die wichtigsten Stationen jüdischen Lebens in der Landeshauptstadt. Sie beginnt mit den bescheidenen Anfängen im Marienhof und den Vertreibungen durch die Herzöge im Mittelalter, beschreibt die erste jüdische Kultusgemeinde der Neuzeit mit der Synagoge an der Westenriederstraße ... , die Geschichte der späteren Hauptsynagoge an der Herzog-Max-Straße ... [bis hin zur neuen] ... Hauptsynagoge Ohel Jakob mit dem Gemeindezentrum.
Als Kunsthistorikerin geht sie immer auch auf die künstlerische Ausgestaltung der Bauten ein. Berichtet wird auch von jüdischen Geschäften wie dem Kaufhaus Uhlfelder und dem Trachtengeschäft Wallach. Bekannte Familien werden vorgestellt wie die Bernheimers, die Feuchtwangers und die Einsteins. Auch auf die aktuelle Situation der Münchner jüdischen Gemeinde wird eingegangen. Schließlich geht es auch um den Alten Jüdischen Friedhof an der Thalkirchner und den neuen an der Garchinger Straße. Der reich illustrierte Band lädt zu Besuchen der beschriebenen Stätten ein.
Hans Niedermayer in Bayern im Buch 2009/1
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Artikel: München Architektur
Autor: Alfred Dürr
Rezension:
(244 Worte) Für alle, die dagegen sind:
Der Titel des Buches besteht aus zwei schlichten Wörtern: München Architektur. Aber was für eine reizvolle Kombination ist das, denn wie über das Wetter grantelt der Münchner auch gern über die Baukunst in seiner Stadt. Zu hoch, zu klein, zu bieder, zu modern, zu klassizistisch, zu kommerzorientiert und und und. Das reden über die sich verändernde Stadt führt dann schnell zu diesem Schluss: Man ist dagegen.
Der Architekturfrust schlägt OB Christian Ude bei Veranstaltungen entgegen. "Ich wünsche mir eine lebendige Diskussion", sagt er bei der Vorstellung des Buches, "aber je kenntnisreicher man einsteigt, desto fruchtbarer wird die Debatte." Was man also wissen muss zur aktuellen Architekturszene - in diesem Werk sind die zentralen Entwicklungen zusammengefasst.
Der MünchenVerlag mit seiner rührigen Chefin Lioba Betten hat sich bislang der Beschreibung von Persönlichkeiten, von Stadtteilen oder von einzelnen Projekten gewidmet. Mit "München Architektur" ist nun ein Hauptwerk im Programm entstanden. Autor Gernot Brauer hat sich im "Münchner Forum e. V.", einer Diskussionsplattform für Stadtentwicklung, mit all den Fachfragen beschäftigt. Seine Arbeit war nur einer kleinen online-Gemeinde zugänglich. Das Buch bietet jetzt für alle einen Überblick über die Architekturthemen der vergangenen 30 Jahre. Fotos (zum größten Teil von Barbara Deller-Leppert), Simulationen und Karten beleuchten die Münchner Altstadt, den Münchner Norden oder die Maxvorstadt Es geht um die Hochhaus-Debatte, die gute U-Bahn-Architektur sowie um die oft pauschal als langweilig gescholtenen Neubauviertel.
Das sind sie aber gar nicht, wie das Buch zeigt.
Alfred Dürr in der Süddeutschen Zeitung, 24.7.2009
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Artikel: Seitenwege
Autor: Tonia Hausmann
Rezension:
(228 Worte) Durch Münchens kleine Lesetempel
Über 500 Jahre ist es alt, vom digitalen Zeitalter bedroht und doch behält es seine besondere Aura der Wichtigkeit und Kultur: das Buch.
München ist nicht nur eine der größten Verlagsstädte der Welt - es finden sich hier auch 116 Buchhandlungen. Der Band "Seitenwege - 33 außergewöhnliche Buchhandlungen in München" schaut bei den kleinen, spezialisierten Nischenläden vorbei. Die Auswahl trafen Studierende des Aufbaustudiengangs Buchwissenschaft der Ludwig-Maximilian-Universität.
Eingeteilt ist das Buch in literarische Spaziergänge durch Schwabing, Haidhausen sowie das Glockenbachviertel. Jede Buchhandlung wird porträtiert, und das Sortiment dabei unter die Lupe genommen. Die Studenten haben die Buchhandlungen besucht und sich mit den Besitzern unterhalten. So bekommt der Band eine persönliche Note, nicht zuletzt auch durch die Beiträge der jungen Autoren aus der Manuskriptum Schreibwerkstatt, die mit ihren kurzen Geschichten zwischen den Portraits den ganzen Band literarisch auflockern.
Die Versuchungen sind mannigfaltig: In Schwabing lockt der orientalische Buchladen "Avicenna" mit Büchern und Lesungen über verschiedene Religionen. Die Inhaberin möchte dadurch den interreligiösen Dialog fördern. Im "Dichtung & Wahrheit" in der Innenstadt gibt es nebst Büchern auch Wein und andere Köstlichkeiten. In der "Glockenbach Buchhandlung" sind es die persönlichen Buchempfehlungen der Besitzerin, die sich längst zum Geheimtipp entwickelt haben. Erst der Besitzer haucht seinem Laden Leben ein und macht ihn zu einem persönlichen, gemütlichen Ort, den es zu erkunden gilt. Die Reise über Seitenwege lohnt sich.
Tonia Hausmann in der AZ, 13.11.2007
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Artikel: Der gekreuzigte Bischof
Autor: Peter T. Schmidt
Rezension:
(337 Worte) Meisers Enkel schlägt zurück
"Spurensuche": Neues Buch soll umstrittenen Kirchenmann rehabilitieren
Der Streit um die Umbenennung der Meiserstraße kommt nicht zur Ruhe. Mit seinem Buch "Der gekreuzigte Bischof" hat Hans Christian Meiser, Enkel des ehemaligen evangelischen Landesbischofs, die emotional geführte Debatte um Person und Wirkung des Kirchenmannes jetzt erneut angeheizt.
Er wolle aufklären, versicherte Meiser, als er gestern im Münchner Presse-Club das Buch vorstellte. Verlegerin Lioba Betten geht es um die "Wahrheit, die im Moment aus dem Lot geraten ist". Sie wolle "die Erinnerungskultur in München unterstützen", sagte Betten. Sie hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, "dass diese Straße nicht umbenannt wird".
Die rot-grüne Stadtrats-Mehrheit hatte am 18. Juli 2007 auf Antrag der Grünen beschlossen, die Meiserstraße umzubenennen. Sie soll nun nach Martin Luthers Ehefrau Katharina-von-Bora-Straße heißen.
Der ehemalige Landesbischof Hans Meiser, der die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern von 1933 bis 1955 leitete, war in der letzten Zeit in die Diskussion geraten, weil ihm antisemitische Äußerungen angelastet wurden. Zudem kam der Vorwurf auf, Meiser sei dem Nationalsozialismus und dem Holocaust nicht entschieden genug gegenübergetreten und habe später eine angemessene Entschuldigung vermissen lassen.
"Ich sehne mich nach Objektivität", sagte der Enkel, der seinen Großvater nie kennengelernt hat. Doch der provokative Titel und mehr noch so manche Wortwahl in dem 178 Seiten starken Werk ("Hinrichtung", "Hexenjagd") lassen erkennen, dass dem promovierten Philosophen aus persönlicher Betroffenheit - "Trauer", wie er schreibt - bisweilen die Distanz abhanden gekommen ist.
Doch Hans Christian Meiser hat in dem Buch zweifellos viele Fakten zusammengetragen, die bei der Beurteilung seines Großvaters zu berücksichtigen sind: dass Bayerns erster Landesbischof mindestens 126 Menschen vor Hitlers Schergen gerettet hat; dass der dialektische Aufsatz, der heute als Beweis seines Antisemitismus angeführt wird, den Nazis so judenfreundlich schien, dass sie in Rage gerieten und forderten: "Fort mit Landesbischof Meiser!"; dass nach dem Krieg selbst der Oberrabbiner Ohrenstein Meiser gedankt hat.
Die entlastenden Argumente, obwohl in der Mehrzahl bekannt, seien in der Diskussion nie ausreichend gewürdigt worden, so Meiser. Doch sie zeichneten "ein ganz anderes Bild als das, was uns die Politik und leider auch Teile der Kirche gezeig
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Artikel: Krieger, Kaiser, Kaufleute
Autor: Hans Niedermayer
Rezension:
(163 Worte) Dem Verfasser ist eine abwechslungsreiche und farbige Geschichte der ältesten und geschichtsträchtigsten Münchner Isarbrücke gelungen. Er erzählt von der Stadtgründung durch den neuen Flussübergang, den Verkehr über die Brücke und ihre Bedeutung für die Zolleinnahmen. Ein Kapitel beschäftigt sich mit den Kriegsereignissen an der Brücke mit dem Roten Turm im Dreißigjährigen Krieg, beim Aufstand von 1705 und dem Wüten fremder Truppen bis zum Hitlerputsch von 1923. Es geht um den Empfang für einen Papst, den Brückeneinsturz von 1813 und die Gasthäuser, in denen die Isarflößer einkehrten. Mit einbezogen in die Darstellung ist die Entwicklung der Kohleninsel vom Stapelplatz für Holz, Kalk usw. über den Kasernenstandort und einen Ausstellungspark bis zum Bau des Deutschen Museums.
Wenig bekannt dürfte auch vielen Münchnern der Um- und Erweiterungsbau der Brücke im Dritten Reich sein oder die Ludwigsbrücke als wichtiger Platz für den Schwarzen Markt nach dem Zweiten Weltkrieg.
Der Band ist reich illustriert. Ein kulturgeschichtlich interessanter und attraktiver Beitrag zur Geschichte der Landeshauptstadt.
Hans Niedermayer in Bayern im Buch, 2009/1
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Artikel: Charlotte Knobloch
Autor: Mike Schier
Rezension:
(355 Worte) Erfüllter Lebenstraum
Der Tag, an dem Charlotte Knobloch in die Riege der wichtigsten lebenden Münchnerinnen und Münchner aufsteigt, lässt sich genau datieren: Es ist der 9. November 2006, ein etwas trüber Herbsttag, an dem für die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland ein Lebenstraum in Erfüllung geht: Mit der Einweihung der Synagoge "Ohel Jakob" ("Zelt Jakobs") am St.-Jakobs-Platz ziehen Münchner Juden unter Knoblochs Führung wieder in ein repräsentatives Haus im Herzen der Stadt - genau 68 Jahre nach der Reichspogromnacht, in der in München unter anderem die Synagogen an der Herzog-Rudolf-Straße und der Reichenbachstraße niederbrannten.
Mit "Ohel Jakob" hat München nun, auch dank der ebenso umtriebigen wie streitbaren Knobloch, eine Touristenattraktion mehr. Höchste Zeit, das Leben der 76-jährigen Ehrenbürgerin in einem Portraitband zu würdigen.
<br />
Übernommen hat dies Michael Schleicher, heute Leiter des Kultur-Ressorts dieser Zeitung, früher Sprecher und Redenschreiber Knoblochs. Schleicher hat den Kampf seiner ehemaligen Chefin für das Jüdische Zentrum hautnah begleitet und kann heute nicht nur vom Erfolg berichten, sondern auch von den Hindernissen auf dem Weg dorthin - der Kritik an der Architektur beispielsweise. Er erinnert auch daran, wie die feierliche Grundsteinlegung der Synagoge 2003 von den Bombenplänen der "Kameradschaft Süd" überschattet wurde.
Vieles davon haben die Münchner natürlich noch im Gedächtnis. Deshalb ist der spannendste Teil des Buches auch der biographische. Knobloch ist nie mit ihrer schwierigen Kindheit hausieren gegangen, dabei hätte sie viel zu berichten: Nur neun Monate nach der Geburt der kleinen Charlotte in München wurde Adolf Hitler in Berlin Reichskanzler. Ihre Kindheit war von Ausgrenzung und Entrechtung geprägt. Irgendwann wurde der Druck so groß, dass Knoblochs Mutter, die nur aus Liebe zum Vater zum Judentum konvertiert war, die Familie verließ. Charlotte war gerade einmal vier Jahre alt, ihre Erziehung übernahm fortan die Großmutter.
Gern hätte man über diese einschneidende Lebensphase mehr erfahren. Doch Knobloch spricht eben nicht gerne über jene Jahre. Gleiches gilt für die Zeit nach 1942, als das neunjährige Mädchen unter dem Namen Lotte Hummel bei einer Bauernfamilie in Mittelfranken unterkam.
Wer diese Geschichten aus Knoblochs Kindheit liest, ahnt, was ihr der Synagogenbau bedeutet hat. Und er weiß, wie wichtig er für die Geschichte dieser Stadt war.
Mike Schier im
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Artikel: Charlotte Knobloch
Autor: Larissa Dämmig
Rezension:
(156 Worte) Charlotte Knobloch, als Tochter des Rechtsanwalts Fritz Neuland 1932 in München geboren, ist seit 206 Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland. Der Journalist Michael Schleicher, der zwei Jahre lang als Pressereferent und Redenschreiber für Knobloch arbeitete, zeichnet den Lebensweg dieser Frau nach und beschreibt ihr Engagement für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland. Knobloch, die im Versteck den Holocaust überlebte, plante nach 1945, zusammen mit ihrem Mann - ebenfalls Holocaust-Überlebender - Deutschland zu verlassen. Seit 1985 steht sie der Israelitischen Kultusgemeinde München vor. Das neue Jüdische Zentrum in München mit Synagoge, Gemeindezentrum und Museum ist die Realisierung ihres Lebenstraums. Gewürdigt werden neben ihrer Tätigkeit an der Spitze ihrer Gemeinde und des Zentralrats ihr Kampf gegen Rechts und ihr Einsatz für den Dialog der Religionen. Thematisiert werden auch ihr Verhältnis zu Israel und ihre Forderung nach einem neuen Patriotismus.
Ergänzt wird dieses gut lesbare, mit vielen Fotos illustrierte Portrait mit Auszügen aus Reden Knoblochs.
Larissa Dämmig, ekz-Informationsdienst 9/2009
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Artikel: Wie gut sind deine Zelte Jakob
Autor: Charlotte Knobloch
Rezension:
(36 Worte) Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, an die Autorin Miriam Magall: "Die Plätze, von denen Sie berichten und die Personen, die Sie erwähnen, wecken in mir viele Erinnerungen. Dafür möchte ich Ihnen danken."
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Artikel: Wie gut sind deine Zelte Jakob
Autor: Oberbürgermeister Christian Ude
Rezension:
(42 Worte) Oberbürgermeister Christian Ude an die Autorin Miriam Magall: "Ich habe den sehr ansprechend formulierten und illustrierten Band schon durchgeblättert und einige Kapitel gelesen - herzlichen Glückwunsch! Sie haben die richtigen und wichtigen Aspekte ausgewählt und die Themen ebenso sachkundig wie ansprechend beschrieben...."
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Artikel: Der Alte Südfriedhof in München
Autor: Peter T. Schmidt / Münchner Merkur
Rezension:
(362 Worte) Neues Buch über den Südfriedhof
Jahrhundertelang war der Alte Südliche Friedhof ein Teil der Stadt- und Kulturgeschichte. Und auch wenn hier längst keine Bestattungen mehr stattfinden, gibt es doch viele Geschichten zu erzählen - über den wechselvollen Werdegang der Anlage, über ihre Erbauer und nicht zuletzt auch über die berühmten Persönlichkeiten, die hier ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. All dies ist in einem soeben im MünchenVerlag erschienenen Bildband nachzulesen, der den Bogen schlägt vom Pestfriedhof des 16. Jahrhunderts zur grünen Oase mit dem Rang eines Kulturdenkmals in der Gegenwart.
Es ist ein opulentes Buch geworden, denn Autor Alexander Langheiter und Fotograf Wolfgang Lauter werfen auf 160 Seiten einen ganzheitlichen Blick auf das komplexe Thema. Dazu gehört zunächst einmal ein Exkurs in die Münchner Friedhofsgeschichte, und die ist reich an Anekdoten. So erfährt der Leser, dass der "Gottesacker" im Mittelalter auch als Marktplatz diente, dass Bettler hier auf milde Gaben warteten, Hausfrauen ihre Wäsche trockneten und manche Bluttat eine erneute kirchliche Weihe nötig machte. Ganz anders ging es da zu, als 1774 Max II. Joseph die Sache in die Hand nahm und vor dem Sendlinger Tor den "Zentralfriedhof" errichten ließ. Auch auf dem freilich hatten die Toten nicht immer ihre Ruh: So wurden der Mesner von St. Stephan und seine Frau als Grabräuber überführt.
In vielen Facetten bis hin zur Grabmalkunde, der weit verbreiteten Angst vor dem Scheintod und den wechselnden Beerdigungs-Ritualen hat Langheiter die Geschichte des Münchner Bestattungswesens anschaulich und kurzweilig dargelegt. Doch auch die Zeit nach der Schließung des Friedhofs 1945 kommt nicht zu kurz. In Text und Bildern vermittelt das Buch einen lebendigen Eindruck davon, welche Rolle die inzwischen üppig begrünte Anlage als Naherholungsziel und Oase der Ruhe für die Menschen aus der Nachbarschaft geworden ist. Sogar Tier- und Pflanzenwelt finden hier ein einmaliges Biotop mitten in der Großstadt vor. Der zweite Teil des Buches ist den Berühmtheiten auf dem Südfriedhof gewidmet.
Ein Rundgang samt Lageplan stellt 90 prominente Tote und ihre Gräber in Wort und Bild vor. Ein eigenes Kapitel über die Stephanskirche, eine ausführliche Chronik des Friedhofs und ein umfangreiches Personenregister ergänzen das Werk.
Das Buch macht Lust, selbst aufzubrechen in dieses oft übersehene kulturhistorische Kleinod zwischen Thalkirchner-und Pestalozzistraße. Es lädt ein, einzuta
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Artikel: Der Alte Südfriedhof in München
Autor: Daniela Schmitt / Hallo München
Rezension:
(280 Worte) »Der Friedhof lebt!«
Bei seiner täglichen Joggingrunde über den Münchener Südfriedhof war sich Alexander Langheiter anfangs nicht bewusst, an welchen Persönlichkeiten er da vorbeitrabte. Erst als sich der Autor an die Materialrecherche für sein neues Buch "Der Alte Südfriedhof in München" machte, entdeckte er nach und nach dessen Geheimnisse: "Dort sind über 1000 Berühmtheiten begraben", sagt er: Fraunhofer, Reichenbach, Thiersch, Nußbaum, Widenmayer, Gabelsberger, Kaulbach, Bürklein, Miller, Klenze und viele andere haben hier ihren letzten Ruheplatz gefunden.
Langheiter erzählt mit Hilfe eines Plans, wo sich deren Gräber auf dem Alten Südfriedhof befinden - und welches Erbe sie der Nachwelt hinterlassen haben. Und nicht selten wartet er mit wenig Bekanntem auf: Wer weiß schon, dass Carl Spitzweg Apotheker war? "Deshalb hat sein Grabstein die Form eines Apothekerfläschchens", verrät er.
Der Autor spricht von einem "steinernen Geschichtsbuch", das schon früh geschrieben wurde: 1788 hat man den "Centralfriedhof" vor den Toren der Stadt langsam akzeptiert, war es doch früher üblich, innerhalb der Stadt begraben zu werden - ein Recht, das vor allem den höheren Gesellschaftsschichten zustand: "Die besser gestellten Leute ruhen in den vorderen Reihen, oft mit prunkvollen Grabsteinen."
So wie die Anordnung der Gräber sozialgeschichtlich erklärt werden kann, ist auch die Entstehung des ganzen Friedhofs eng mit der Stadtgeschichte verknüpft: "Das Verhältnis der Menschen zum Tod hat sich über die Jahrhunderte gewandelt. Der Tod ist Teil des Lebens, das weiß man heute. Der Friedhof ist fast ein Erholungspark!"
Noch heute kämen Angehörige der Verstorbenen zur Grabpflege. Früher dagegen habe man versucht, den Tod auszuschließen. Fäulnisgeruch von schlecht vergrabenen Leichen und der lieblose Umgang mit den Gräbern habe die Menschen den Gottesacker meiden lassen. Jetzt sind sie gerne hier: Spaziergänger, verliebte Pärchen, Jogger. "Der Friedhof lebt!" freut sich Langheiter.
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Artikel: Die Schlacht von Sendling 1705
Autor: Süddeutsche Zeitung
Rezension:
(142 Worte) "Wer wissen will, was tatsächlich an den Weihnachtstagen vor 300 Jahren passiert ist, findet in Hubert Dorns soeben erschienenem Buch (...) eine ersprießliche Quelle... Sehr ergiebig, ja richtig spannend wird das Buch, wenn sich Dorn der Aufstandsplanung sowie dem Marsch der Oberländer Bauern auf das besetzte München zuwendet. Dorn hat die Vorgänge des 24. und 25. Dezember 1705 beinahe minutiös rekonstruiert.
Man erfährt Erhellendes über den Dilettantismus der Anführer und den unter ihnen herrschenden Streit, der wesentlich zum Misslingen des Unternehmens beiträgt...Die (Auflistungen)(...) haben es in sich. Der Autor hat in Archiven und Pfarreien herumgestöbert und die Namen von einem Großteil der an der Schlacht beteiligten Oberländer herausgefunden. So werden die Opfer - mehr als tausend sind damals von den überlegen bewaffneten kaiserlichen Truppen niedergemetzelt worden - der Anonymität entrissen... ein lesenswerter Beitrag zum 300. Jahrestag der Sendlinger Bauernschlacht."
Süddeutsche Zeitung, 25. April 2005
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Artikel: Münchens Lust am Jugendstil
Autor: Werbespiegel-Samstagsblatt
Rezension:
(68 Worte) "... diese, für die internationale Kunst- und Kulturgeschichte ausgesprochen wichtige Ära (...) hat mit ihrer Neuartigkeit provoziert und viele kritische Gegner gefunden. Dennoch war sie gerade auch für München eine durchaus produktive und fruchtbare Epoche. (...) Die Autoren wollen mit ihrem Buch an das aufbruchsfreudige Lebensgefühl des Jugendstils erinnern. Sie berichten über Protagonisten dieser Zeit, über die beeindruckendsten Gebäude und die wichtigsten Kunstausstellungen der Stadt..."
Werbespiegel-Samstagsblatt, 30. April 2005
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Artikel: Das Schicksal nennt keine Gründe
Autor: Gertraud Roth
Rezension:
(16 Worte) "Inspiration zur heute unmodernen Beschäftigung mit dem Tod und Anregung zur Erhaltung einer Friedhofskultur!"
Gertraud Roth, Buchprofile
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Artikel: Brotzeit Braten Brennsuppen
Autor: Gast
Rezension:
(46 Worte) Zum Lachen, zum Lesen und zum Nachkochen ...
Ich habe lange vergeblich nach der Erstausgabe von "Brotzeit Braten Brennsuppen" gesucht. Wunderbar, dass dieses etwas andere Münchner Kochbuch neu aufgelegt wurde. Die Geschichten und Gedichte von Ludwig Thoma, Karl Valentin und all den anderen sind amüsant und interessant.
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Artikel: Borstei
Autor: Gast
Rezension:
(8 Worte) Ein wunderbares Buch über Borst und sein Lebenwerk!
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