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Pressespiegel

Pressespiegel zu unseren Büchern und dem MünchenVerlag (eine Auswahl)

Ernst Rudolph:
München Allach-Untermenzing
„...Bereits 1987 ist das erste Buch über den 23. Stadtbezirk erschienen, geschrieben ebenfalls von Ernst Rudolph. Das neue Werk ist nun Inhaltlich komplett überarbeitet worden. Zudem wurde auch auf die graphische Gestaltung großen Wert gelegt. Das Buch ist wirklich eine total überarbeitete Neuauflage.”
„...”
„...Haus für Haus geht es dabei durch die Jahrhunderte. Es wird nicht nur die dörfliche Gesellschaft sondern auch die alte land- und Forstwirtschaft be-schrieben. Des Weiteren lässt der Autor nachvollziehen, wie aus zwei geschichtsträchtigen Bauerngemeinden ein guter Wohn- und bedeutender Industriestandort geworden Ist. In Rudolphs Stadtteiltuch kommt alles zur Sprache, was in Allach und Untermenzing wichtig war und ist die Würm, die Jagd im Allacher Forst, der Stadtbezirk Im Nationalsozialismus, Kirchen, Künstler, Vereine, modernes Leben, die großen Firmen und vieles mehr. Ein Spaziergang, eine Fahrradtour und ein historisches Häuserverzeichnis laden zudem zum Selbsterkunden ein.”
Simone Bauer, Werbespiegel, 42/2012


"Die Tat ist alles, nichts der Ruhm"
Bücher sind ihr Leben - Lioba Betten und ihr MünchenVerlag
» 2-seitiges Porträt des MünchenVerlages als PDF-Datei
Bayern im Buch 1/2012/2-4
 

Corinna Erhard:
München in 50 Antworten
Warum der „Flaucher” und der „Harras” ihre Namen tragen
Ein neuer Stadtführer gibt’s Antworten auf kuriose Fragen:
Wer sein Wissen über Baugeschichte und Bier, über Persönlichkeiten, Traditionen und Re­densarten in und aus der bayerischen Landeshauptstadt erweitern will, liegt mit diesem Werk richtig. Oft steht am Anfang eines Kapitels eine unvermutete Frage, die man sich so selbst noch gar nicht gestellt hat. Oder die man schon längst einmal beantwortet haben möchte.
Beispiele gefällig? Warum heißt der Flaucher „Flaucher"? Oder der Harras „Harras"? Wer ist der Reiter vor der Staatskanzlei? Wo wurde der berühmt-berüchtigte Sexfilm Schulmädchen-Report gedreht? Wieso heißt der Erker am Alten Hof Affenturm? Warum steht in der Au ein Bär? Woher kommt der Spruch „Wer ko, der ko"? Wissen wollte man vielleicht auch schon längst, warum nur sechs Brauereien auf die Wiesn dürfen.
Die Antworten sind manchmal einleuchtend, manchmal erstaunlich oder einfach nur zum Schmunzeln. Autorin Corinna Erhard, eine gebürtige Starnbergerin, deckt diese und die restlichen Fragen auf unterhaltsame Weise auf. Die 50 „Geheimnisse" werden dazu mit zauberhaften Fotos aus alter und neuer Zeit beleuchtet.
Die Autorin schenkt dem Leser zum jeweiligen Thema auch gleich noch zahlreiche Anekdoten und Zusatzinformationen, die sie sich von berufswegen angeeignet hat: Denn bei Stadtführungen und in ihrer Serie im Münchner Merkur beantwortet Corinna Erhard regelmäßig Fragen rund um die Stadt. 50 Beiträge davon sind in diesem Buch versammelt. Dieses Buch sollte jeder, der München einmal auf außergewöhnliche Weise kennen lernen möchte, gelesen haben. Es kann übrigens auch zur Echtheitsprüfung von waschechten Münchnern benutzt werden.
Sabrina Schwenger in der Bayerischen Staatszeitung, 17. Februar 2012


Christina Haberlik:
Das Gesicht der Stadt – Münchens schönste Fassaden
Die vielen Gesichter unserer Stadt
Fast 1000 Gebäude haben den Fassadenpreis bereits bekommen. Als Christina Haberlik den Auftrag annahm, anlässlich des 40. Jubiläums ein Buch zu entwickeln, hatte sie die Qual der Wahl: Welche Preisträger werden abgebildet – und wie wird aus 1000 Fassaden eine spannende Geschichte?
„Es war mir wichtig, inhaltlich eine adäquate Form zu finden, um das Gesicht der Stadt zu beschreiben”, sagt Haberlik. Nur vier Monate hatte sie dafür Zeit. Unter Mitwirkung der Unteren Denkmalschutzbehörde entstand ein 160 Seiten starkes Werk, das die Geschichte der Landeshauptstadt widerspiegelt: Vom Bau der Residenz als ältestes Ensemble Münchens über die Zerstörung der Stadt im Krieg und den Wiederaufbau bis zum Wandel des Stadtbilds, den die Bauten der 50er, 60er und 70er Jahre brachten. „Ich habe versucht, eine Auswahl zu treffen, die repräsentativ für München ist”, sagt die Autorin. Im zweiten Teil des Buches spricht sie mit Menschen, die beruflich mit Fassaden zu tun haben.
München zeigen, wie es ist. Dieses Ziel verfolgt die Stadt seit der Verleihung des ersten Fassadenpreises im Jahr 1969. Und München ist im Wandel: Während bisher vor allem die prächtigen Bauten des Historismus prämiert wurden, rücken nun zunehmend neuere, schlichte Gebäude in den Fokus. „Wir müssen lernen, dass es sich bei Bauten aus 50er- bis 70er-Jahren teilweise um kleine Juwelen handelt, deren Wert man vielleicht noch nicht zu schätzen weiß”, sagt Haberlik. Stadtbaurätin Elisabeth Merk stimmt zu: „Wir wollen solche Fassaden künftig stärker auszeichnen.”
Der Preis, so sagt sie, habe eine hohe Bedeutung für die Identität der Stadt. Doch gewinnen kann nur, wer sich bewirbt. Man brauche also Hausherren, die sich für die Schätze begeistern, die sie besitzen.
Ann-Kathrin Gerke im Münchner Merkur, 4. Februar 2011

Gesichter der Großstadt
In schöner Regelmäßigkeit - und das nun schon seit 40 Jahren - erscheinen die Bilder von ausgewählten prächtigen Häusern auf Plakaten, an Litfaßsäulen oder in Zeitungsberichten. Dann ist gerade mal wieder der Fassadenpreis der Stadt München verliehen worden, und jeder kann die herausgeputzten Gebäudefronten bewundern. Das ist Werbung pur für denkmal- und fachgerechte Renovierungen und Ansporn für Hausbesitzer, deren Engagement zugunsten eines attraktiven Stadtbildes Lob erfährt.
Der städtische Fassadenpreis ist ein beispielhaftes Projekt zur Förderung der Baukultur. Christina Haberlik zeigt in ihrem Buch 'Das Gesicht der Stadt', dass Fassadenpflege mehr als nur Kosmetik ist. Vom sensiblen Umgang mit baulichen Details, mit Farben und Formen an den Fassaden hat jeder Bürger etwas. 'Es geht nicht darum, einen Verhübschungsverein zu haben', sagt Stadtbaurätin Elisabeth Merk im Interview. 'Es ist eine Schule des Sehens und auch eine Schule des Bauens.'
Was das konkret bedeutet, breitet Christina Haberlik anschaulich aus. Dazu gehören Fotos der ausgezeichneten Fassaden aus den vergangenen Jahrzehnten (die Abbildungen aus dem Buch zeigen von links ein Renaissance-Gebäude am Viktualienmarkt, eines der 'Stern-Hochhäuser' in Sendling aus den 1950er Jahren sowie Wohnhäuser in der Schwabinger Kaiserstraße, Baujahr 1884, und in der Brunnstraße im Hackenviertel aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts) mit kurzen Beschreibungen. Die Autorin spannt den Bogen weiter und erklärt in einer baugeschichtlichen Abhandlung die 'Gesichtszüge' Münchens im Lauf der Jahrhunderte - von der Romanik und Gotik mit Spitz- und Rundbogen über die großbürgerlichen Herrschaftshäuser im Klassizismus bis hin zur Stadt der Nachkriegszeit und zu den ganz modernen Fassaden aus Stahl und Glas.
Ein informativer Blick auf und hinter die Bedeutung von Fassaden ist damit gelungen. Dazu tragen vor allem auch die Interviews mit Menschen bei, die von Berufs wegen viel mit dem 'Auftritt' von Häusern zu tun haben: mit einem Denkmalschützer, einem Stuckateur, einem Immobilienmakler, einem jungen Architekten sowie mit Forschern, die sich mit der Bedeutung der Nachkriegsarchitektur in München beschäftigt haben.
Die Autorin zeigt, dass Fassade mehr ist als oberflächliche Äußerlichkeit oder nur Schutz vor der Witterung. Jedes einzelne Gebäude trifft mit seinem Äußeren eine starke Aussage. In der Summe ergibt sich ein Bild, das den Charakter einer Stadt beschreibt. Noch Ende der sechziger Jahre war München von vielen grauen Häuserzeilen geprägt. Authentische Farben und Formen an den Gebäuden brachten triste Straßen zum Leuchten. Das ist ein großes Verdienst des Münchner Fassadenpreises..
Alfred Dürr in der Süddeutschen Zeitung, 24. November 2011


Horst Zeisig:
München und Bayern auf Briefmarken
Der Tipp des Tages
Wer braucht schon noch Briefmarken in der heutigen Zeit, die dominiert wird von SMS, E-Mails und maschinell frankierten Briefen? Dabei sind sie kleine Kunstwerke. Der Münchner Philatelist Horst Zeibig hat eine Auswahl von 150 besonders schönen „Sonderpostwertzeichen” aus Bayern seit 1849 in einem Büchlein zusammengestellt und dokumentiert damit einen Teil der bayerischen Geschichte. Allein das Anschauen der millionenfach verbreiteten Abbildungen aus den Bereichen Geschichte, Kultur, Natur oder auch berühmte Persönlichkeiten machen Spaß. Kurze Texte beschreiben, was auf den Marken zu sehen ist.
Andrea Kümpfbeck in der Augsburger Allgemeinen am 27. November 2010

Interview mit Horst Zeisig über Wert und Bedeutung der Postwertzeichen
Was hat Sie daran gereizt, dieses Buch zu schreiben?
Die meisten Erklärtexte sind an Sammler und Experten gerichtet. Ich wollte die Briefmarken Leuten vorstellen, die sich einfach für München und Bayern interessieren – so kann man viel Spannendes über die Geschichte lernen. Zum Beispiel hat Ludwig II. ausdrücklich darauf verzichtet, auf einer Briefmarke abgedruckt zu werden, wie es für die bayerischen Könige üblich war – nur um die Preußen nicht zu verärgern, die als Motiv nur den Reichsadler hatten.
Wieviel sind die Marken wert?
Ein Exemplar des „Schwarzen Einsers”, der ältesten Briefmarke Deutschlands, die 1849 in Bayern ausgegeben wurde, kostet im Durchschnitt 3000 Euro.
Haben Sie selbst eine Lieblings-Briefmarke?
Die Markwerte von der Abschiedsserie 1919/20: Schöne Jugendstilmarken mit der Bavaria und Ornamenten, darauf steht „Patrona Bavariae”. Davon kostet eine gestempelte 20 Mark-Marke um die 42 Euro. Aber auch an den Kunstmarken, die Werke von Marc oder Kandinsky zeigen, hänge ich: Diese Wertzeichen sind Kunst. Aber auch andere Briefmarken sind Kunstwerke – Gebrauchsgrafik ist ein Gebiet der Kunstgeschichte.
Wonach haben Sie die Motive für Ihr Buch ausgewählt?
Wir zeigen über 150 Marken. Ich wollte eine gute Mischung aus Personen, Ereignissen und Gebäuden von 1849 bis zur Sondermarke „200 Jahre Oktoberfest” von 2010. Die aktuelle bundesweite Weihnachtsmarke ist leider erst am 11. November erschienen, die hätte auch gut gepasst. Sie zeigt die Krippe der Frauenkirche.
Maren Kowitz in HALLOmünchen am 17. November 2010


Peter Weismann:
Apostolos Malamoussis

Tanz im Talar
» Artikel als PDF-Datei
Monika Maier-Albang in der Süddeutschen Zeitung 10. November 2010


Der Engel vom Friedhof
Wie eine Grabsprüche-Autorin den München Verlag erfand, der einst Buchendorfer hieß und heute 30. Geburtstag feiert
» Artikel als PDF-Datei
Anne Goebel in der Süddeutschen Zeitung 4. November 2010
 


Gernot Brauer:
München Schwabing – Ein Zustand

Bauern, Bohème und Kunst von morgen
Schwabing als Künstlerviertel – das war nur möglich, weil dort so viele Bauern lebten, erzählt Gernot Brauer: „Das Bäuerliche war die wirtschaftliche Basis der Bohème.” Künstler konnten bei Bauern für wenig Geld oder sogar umsonst unterkommen.
Als Publizist hat Brauer schon viele Bücher veröffentlicht: „Die Kunst (bei diesem Buch) war, alles wegzulassen, was davor schon hunderte Male erzählt worden ist.” Neue Geschichten und noch unveröffentlichte Bilder mussten her. „Da muss man Leute kennenlernen, sich mit ihnen auf ein Bier treffen und sie fragen, was sie über Schwabing wissen.” Viele Privatleute hätten ihm Postkarten, Fotos und andere Bilder zur Verfügung gestellt, erzählt Brauer. Eine der Besonderheiten, die er dabei aufgestöbert hat: eine Zeichnung um die Gegend der Seidlvilla und den Nikolaiplatz, die ein Kriegsgefangener aus seiner Erinnerung gezeichnet hat.
Mit seinem Buch hilft er auch anderen, genauer hinzuschauen. Sein Ziel: dass die heutigen Schwabinger sich auch für das Gestrige interessieren. Kunst beispielsweise konnte sich damals besonders einfach und weit entwickeln, weil die Gegend noch unfertig war. Im Kleinen findet man solche unfertigen Biotope noch heute, sagt Brauer: „Die Ateliers an der Domagkstraße sind wie aus der Folie des 19. Jahrhunderts geschnitten.”
Saskia Müller im Münchner Merkur, 17. September 2010

Noch ein Schwabing-Buch? Und dazu ein Buch über Laim?
Gernot Brauer, Redakteur unseres Online-Magazins „Standpunkte“, hat im München-Verlag zwei umfangreiche Stadtteilbücher herausgebracht: München Schwabing - Ein Zustand und München Laim - Ein Stadtteil in 24 Stunden.
Beiden Büchern ist die optische Aufmachung gleich. Beide umfassen etwa 190 Seiten. Beiden gemeinsam ist die Hingabe zum historischen und aktuellen Detail, auch in seiner Entwicklung. Gemeinsam ist ihnen die jeweilige Akzentuierung bedeutsamer Persönlichkeiten, Ereignisse, Straßen, Bauten und Plätze im besonderen wie infrastruktureller, städtebaulicher, sozialer und gesellschaftsrelevanter Aspekte im allgemeinen. Beide Bücher sind Hingucker. Für den Kenner und für den Laien. Zum losen Durchblättern und zum tieferen Nachlesen. Die reichhaltigen Recherchen und vielsprechenden Illustrationen überzeugen ebenso wie ihre unterschiedlichen konzeptionellen Herangehensweisen.
Für Schwabing empfahl sich ein geschichtlicher Themenaufbau vom Bauerndorf zum Künstlerviertel. Natürlich ist es attraktiv und stets lesenswert, was dieses Schwabing, diesen ‚Zustand’ ausmacht, ausmachen könnte. Dieses ‚Kraglfing’ weiß der Autor über die Fantasien Ludwig Thomas hinaus zu einem sozialen Bilderbuch zu malen. Und in ‚Wahnmoching’ bestätigt sich mit Gräfin Franziska von Reventlow das legendäre Schwabing mit seinen Künstlern aller Couleur. Nicht nur die Leichtigkeit des Seins oder gerade diese wird in vielen Kapiteln lokalgetreu nachgearbeitet. Mit immer neuen, interessanten Belegen. Dunkle Zeiten werden nicht geschönt. Brauer benennt Zeitzeugen und fotografiert sie, wie das ‚Bamberger Haus` und viele mehr. Er erzählt Geschichten dazu. Durch die Ainmillerstraße geht keiner mehr so wie vor seiner Lektüre. Da keimen Gesichter auf. Spannend lesen sich die Zeilen um die Weltkriege herum. Der Rezensent und viele wissen persönlich um die ‚Schwabinger Krawalle’ und um die 68er. Die ‚Traumstadt’ wird bewusst analysierend mit einem Fragezeichen versehen und die ‚Seerose’ gewährt einen Einblick in zeitgeistige Intimitäten. Es hat sich viel bewegt mit dem sog. ‚Neuanfang’. Es wird nichts ausgelassen: Die Münchner Freiheit ebenso wenig wie die Domagkstraße. Die Seidlvilla ebenso wenig wie das Faschingsfest in der Schwabinger Bohème. Dem Buch fehlt an keiner Einzelheit. Aber: Die Versicherungs-Skulptur muss man genauso wenig mögen wie man ‚Schwabylon’ als ein Aufbäumen empfinden darf, als Renaissance von ‚Wahnmoching’. Oder eben anders. Mit Werner Schneyder und Co. In ‚“Schwabing“ in Schwabing’ sucht und findet Brauer das “Schwabing“ in Schwabing’. Quod erat demonstrandum? Ist Schwabing wirklich ein Zustand? Nicht eher ein Phänomen? Ist dem Autor seine Intention gelungen? Das Buch ist eine Bereicherung der Sinnes- und Geisteswahrnehmung zu Schwabing. Und es ist mit Sicherheit eine tiefgreifende Dokumentation eines Stadtteils, der als Begriff weltweit bekannter als Bayern zu sein scheint.
Dr. Dieter Klein in Standpunkte 9/2010, Online-Magazin des Münchner Forums e.V.

Die Geschichte des schönsten Stadtteils
Warum eigentlich gibt es derart viele (Bild)-Bände, die sich mit schönsten aller schönen Stadtteile Münchens beschäftigen? Ganz einfach: Schwabing fasziniert, immer noch – oder immer wieder. Im Jahr 782 als „Suuapinga” erstmals urkundlich erwähnt, gerne auch als „Wahnmoching” (Gräfin Franziska zu Reventlow) oder „Kraglfing” (Ludwig Thoma) verspottet, ist Schwabing auch heute noch ein künstlerisches, intellektuelles Zentrum der Stadt. In dem schlicht „München Schwabing” betitelten Buch zeichnet Gernot Brauer die Entwicklung des Stadtteils nach, vom Bauernhof zum dichtbewohnten Viertel. Einige Kapitel widmet er der Nazi-Zeit oder den Nachtclubs an der Leopoldstraße in den 60er Jahren. Historisch Neues gibt es nicht, dafür greift der Band aktuelle Themen auf.
Thierry Backes im Münchner Merkur 2. September 2010


Gernot Brauer:
München Laim – ein Stadtteil in 24 Stunden
Schlaflos in Laim
Oha! Das ist mal eine Ansage. Über sein neuestes Stadtteil-Buch schreibt der MünchenVerlag: „Laim schläft nicht.” Moment mal: Laim soll nie schlafen? Ist Laim nicht dieser Stadtteil da irgendwo im Osten, den selbst der langjährige Laimer Stadtrat Wolfgang Czisch als „sehr normal” beschreibt, „ja fast ein wenig durchschnittlich”? Keineswegs, meint der Autor Gernot Brauer. Er verspricht schon im Titel, den Stadtteil „in 24 Stunden” erkunden zu wollen. Er startet um 0 Uhr mit einem „Boxenstopp für den ICE 316” in der Wartungsstraße der Bahn, beschreibt dann, was nachts um 1 im Laimer Busdepot los ist, schaut in der Diskothek „Nachtgalerie” vorbei und später bei den Meinungsforschern von Infratest. Er porträtiert einen Schäffler und einen Streetworker, der sich um Jugendliche im Viertel kümmert. Seine 24 thematischen Kapitel bereichert Gernot Brauer mit vielen historischen Hintergründen, etwa über das Wirtshaus „Laimer´s” oder die Schützengesellschaft „Zwölf Apostel”. Wer sich „in Loam dahoam” fühlt, sollt 24,80 Euro für 192 Seiten Stadtteil investieren.
Thierry Backes im Münchner Merkur, 11. Juni 2010
 
So heißt das lange erwartete und im Rahmen der Laimer Stadtteilwoche vorgestellte neue Stadtteilbuch von Gernot Brauer. Auf 192 Seiten mit vielen Farbfotos und historischen Abbildungen werden Laimer Kleinode und Laimer Originale, Laimer Leute und Laimer Befindlichkeiten dargestellt. Das alles mit Unmengen an sauber zusammengetragenen Daten und Fakten, mit analytischem aber auch oftmals verliebtem Blick für das Besondere an und in Laim.
Und kein Thema wird ausgespart. Historie, Architektur und Architekten sind ebenso vertreten wie Stadtteilpolitik, Wirtschaft und Vereine. Aber auch eher Unbekanntes oder Unausgesprochenes wie der Königreichssaal der Zeugen Jehovas oder die Rotlichtmeile an der Landsberger Straße wird gebührend gewürdigt.
Michael Schmidt auf LAIM online, 8.6.2010


Jean Louis Schlim:
Ludwig II. Traum und Technik
Manchmal wurmt es ihn. Jean Louis Schlim mag dieses „Schubladendenken” einfach nicht. „Seht mal, was Ihr aus Eurem Kini gemacht habt”, sagt er dann: „Einen banalen Märchenkönig!” Natürlich sei Ludwig II. von Bayern ein Fantast gewesen – auch größenwahnsinnig, kein Zweifel. Vor allem aber war er doch ein Visionär, ein Technikliebhaber, ein unkonventioneller Kopf, seiner Zeit weit voraus. Findet Schlim, ein renommierter König-Ludwig-Forscher aus München. Nun hat er die Träume des „verkannten Geistes des 19. Jahrhunderts” zum Leben erweckt: in einer virtuellen Realität, zu besichtigen in seinem neuen, sehr lesenswerten Buch.
Die Idee dahinter? Denkbar einfach: die Welt des Kini neu zu erschaffen. Eine fotorealistische Dokumentation in 3D – von Gebäuden, die zum Teil im Kopf Seiner Majestät existierten, Projekte, die Ludwig II. zu Lebzeiten nicht realisieren konnte. Mehr als sechs Jahre arbeiteten die Experten der Münchner Multimedia-Agentur „metamatix” daran – und erschufen auf ihren Computerbildschirmen ein Schloss Neuschwanstein, das noch niemand gesehen hat. Sie bauten eine Flug-Seilbahn in Form eines großen Pfaus, die über den Alpsee zum Schloss Hohenschwangau schwebt. Und sie rekonstruierten den Wintergarten auf dem Dach der Münchner Residenz: ein kühnes Objekt aus Glas und Stahl, das zwischen 1871 und 1897 das Gesicht des Odeonsplatzes prägte. Erst Jahre nach dem Tod des Königs wurde der Wintergarten abgerissen. Und mit ihm verschwand das kleine Paradies mit seinen Palmen und Schwänen...
Barbara Nazarewska im Münchner Merkur, 10./11. April 2010


Petra Wucher und Tobias Lill:
Münchens Neue Altstadt
Es tut sich was in der Münchner Altstadt! Die Clubs ziehen von der Peripherie zurück ins Zentrum. Die Reichen tauschen ihre Villa in Grünwald gegen ein Penthouse mit Blick auf die Frauenkirche, neue Museen und Ausstellungsräume bringen Schwung in das kulturelle Leben.... Bei aller Begeisterung für die Belebung der Altstadt sehen die Autoren den Bauboom aber auch kritisch: „Die Mieten steigen, die Läden werden immer nobler und Familien können sich das Leben in der Innenstadt kaum mehr leisten”. Die Münchner müssten überlegen, ob sie den Trend zum Schicken und Teuren wollen. „Wir müssen darüber nachdenken, wie sich die Stadt entwickeln soll”, sagt Petra Wucher. Das Buch soll dazu anregen.
WELT Kompakt, 16. September 2009
 
Die Autoren halten, wo es ihnen angebracht erscheint, mit Kritik nicht hinterm Berg: prangern zum Beispiel schon einmal das ungelöste Problem Radler-Furt zwischen Residenzstraße und Hofgraben an. Doch nicht um Zensur geht es ihnen in erster Linie (fehlt deshalb der Kaufhaus-Bunker am Marienplatz?), sondern um Information. Die beginnt mit einem Rückblick auf die räumliche Entwicklung Münchens. Womit Verständnis dafür geweckt wird, dass auch im historischen Ensemble einer Altstadt nichts so lebendig ist wie der Wandel.
Sechsmal mehr Wohnungen als noch im Januar 2000 wurden 2006 in der Altstadt gebaut. Immer mehr Unternehmen lassen sich dort nieder. Die Bedürfnisse der Spaßgesellschaft ziehen neue Vergnügungsstätten an. Ganze Straßenzüge verändern ihr Gesicht. Auch mit den sozialen Aspekten dieses Wandels in jüngster Zeit – den exorbitant steigenden Mieten, dem manchmal zähen Ringen zwischen Kultur und Kommerz – befasst sich dieser Innenstadt-Report.
Franz Feisleder in der Süddeutschen Zeitung, September 2009


Dagmar Bäuml-Stosiek und Katharina Steiner:
Der Friedhof Bogenhausen
... Zu lokalen und überregionalen Berühmtheiten wie "Monaco Franze" Helmut Fischer und Elisabeth Wellano alias Liesl Karlstadt, Walter Sedlmayr, Erich Kästner und Rainer Werner Fassbinder führt der Rundgang. Doch auch Menschen, die nicht oder nicht mehr jeder kennt, werden hier vorgestellt. Der Jurist und Stehgreiferzähler Wilhelm Diess etwa, der nach dem Krieg Generaldirektor der Bayerischen Staatstheater war, oder auch die Kunsthistorikerin Martha Dreesbach, einst Leiterin des Stadtmuseums.... Wer ein malerisches Stück München für sich entdecken will, findet in dem Büchlein den idealen Reisebegleiter.
Peter T. Schmidt im Münchner Merkur, 13. November 2009
 
... Vor allem Künstler sind es auch, die auf dem Bogenhauser Bergerl in den rund 200 Gräbern ihre letzte Ruhe gefunden haben. Wer sie dort aufsuchen will, dem empfiehlt sich jetzt ein handliches Büchlein mit dem Titel "Der Friedhof Bogenhausen". Dagmar Bäuml-Stosiek und Katharina Steiner haben darin 57 Gräber und Gedenktafeln für einen Rundgang ausgewählt. Verlegerin Lioba Betten bereichert den Friedhofsführer mit stimmungsvollen Farbaufnahmen.
Ein einleitender Aufsatz beantwortet auch die Frage, wer überhaupt in den Genuss eines so exklusiven Grabes kommen kann...
Franz Feisleder in der Süddeutschen Zeitung, 18. November 2009


Hermann Wilhelm :
Haidhausen
Herbergsviertel, Franzosen- und Glasscherbenviertel, heute auf jeden Fall Szeneviertel - das alles war und ist Haidhausen. Seine 1200 Jahre alte Geschichte arbeitet der Stadtteil-Historiker Hermann Wilhelm in seinem 192 Seiten dicken Werk auf. In der nun vierten Auflage hat er die Aufwertung des Viertels durch die Sanierung in den 70er und 80er Jahren eingearbeitet. Der Band weckt längst verdrängte Erinnerungen an den Bürgerbräukeller oder die Planung der nie realisierten "Tangente-3-Ost" - einer sechsspurigen Stadtautobahn, die mitten durch Haidhausen geschlagen werden sollte. Die Szene-Gänger werden sich die Augen reiben ob der historischen Bedeutung der Herbergen in dem ehemaligen Arbeiterviertel – in denen sie heute ihr Bier trinken.
Münchner Merkur, 30. Oktober 2009


Alexander Langheiter und Wolfgang Lauter:
Der Alte Südfriedhof in München
Mit dem Alten Südfriedhof besitzt München ein bedeutendes Kultur-Denkmal des 19. Jahrhunderts. Politiker, Künstler und Originale, die Bayern zwischen 1800 und 1900 geprägt haben, liegen dort begraben. Alexander Langheiters Buch ist die erste umfassende Würdigug dieses bedeutenden Friedhofes. Langheiter erzählt die Geschichte des Areals vom Pestfriedhof vor dem Sendlinger Tor bis zu den Kriegszerstörungen und dem Wiederaufbau nach 1945. Er zitiert historische Reiseberichte, die belegen, dass dieser Totengarten bereits für die Zeitgenossen ein besonderer Ort war. Darüber hinaus stellt er die vielfältigen Grabmalformen zwischen Klassizismus und Historizismus vor, an denen der Alte Südfriedhof ungewöhnlich reich ist.
Alle Kapitel sind mit historischen Abbildungen und vielen aktuellen Fotos illustriert. Wer sich für die Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts oder für die bayerische Geschichte interessiert, wird das Buch mit Gewinn zur Hand nehmen.
Alois Bierl in Bayern im Buch, 2009/1
 
(...) Es ist ein opulentes Buch geworden, denn Autor Alexander Langheiter und Fotograf Wolfgang Lauter werfen auf 160 Seiten einen ganzheitlichen Blick auf das komplexe Thema. Dazu gehört zunächst einmal ein Exkurs in die Münchner Friedhofsgeschichte, und die ist reich an Anekdoten.(...)Das Buch macht Lust, selbst aufzubrechen in dieses oft übersehene kulturhistorische Kleinod zwischen Thalkirchner-und Pestalozzistraße. Es lädt ein, einzutauchen in die Stille zwischen den alten Grabsteinen und jene Atmosphäre zu spüren, die Wolfgang Lauter mit vielen stimmungsvollen Bildern eingefangen hat.
Peter T. Schmidt im Münchner Merkur am 30. Oktober 2008
 
»Der Friedhof lebt!« Bei seiner täglichen Joggingrunde über den Münchener Südfriedhof war sich Alexander Langheiter anfangs nicht bewusst, an welchen Persönlichkeiten er da vorbeitrabte. (...) Der Autor spricht von einem "steinernen Geschichtsbuch", das schon früh geschrieben wurde: 1788 hat man den "Centralfriedhof" vor den Toren der Stadt langsam akzeptiert, war es doch früher üblich, innerhalb der Stadt begraben zu werden - ein Recht, das vor allem den höheren Gesellschaftsschichten zustand: "Die besser gestellten Leute ruhen in den vorderen Reihen, oft mit prunkvollen Grabsteinen."
Daniela Schmitt / Hallo München 07. November 2008


Juliane Reister: Brunnenkunst und Wasserspiele
Münchens Brunnen und ihre Geschichte
Münchens Brunnengeschichte beginnt mit dem Fischbrunnen am Marienplatz, der erstmals 1318 erwähnt wurde. Heute hat München mehr als 500 öffentlich zugängliche Brunnen. Sie waren früher Gebrauchsgegenstand des täglichen Lebens. In der Renaissance schmückte man die Residenzen mit Brunnen, im 19. Jahrhundert wurden als Verkehrshindernis empfunden. Zwei Weltkriege haben den Bestand erheblich reduziert. Anlässlich der Olympischen Spiele 1972 wurde eine neue "Brunnenkunstära" eingeläutet. In ihrem Buch "Brunnenkunst und Wasserspiele" führt Juliane Reister - übersichtlich geordnet und fachmännisch recherchiert – durch zehn Münchner Stadtteile und zu deren Brunnen.
Claudia Theurer in Hallo München, 12. August 2009

Der Brunnen-Führer für die Wartezeit
Es wird noch dauern, bis die Stadt die schützenden Holzverschläge im Frühjahr wieder abmontiert. Und nur wenige der 550 öffentlich zugänglichen Brunnen hatten keinen Winterschlaf. Wer sich die Wartezeit auf die Wassersaison verkürzen will, dem sei ein Blick in Juliane Reisters "Brunnenkunst und Wasserspiele" empfohlen. Auf 128 Seiten stellt die Autorin über 100 Brunnen vor. Auf zehn Spaziergängen gibt es verborgene Schönheiten zu entdecken, Brunnen, an denen man ständig vorbeiläuft – ohne sie wahrzunehmen. Das "Fischerbuberl" ist so einer, ein Mini-Brunnen am Wiener Platz, den Ignatius Taschner 1934 entworfen hat und der 2001 wegen des Baus der Schrannenhalle aus der Innenstadt nach Haidhausen ziehen musste.
Thierry Backes im Münchner Merkur, 2. Januar 2009

Wo es so sprudelt und plätschert
Eine Buchpremiere mit Wein und Häppchen kann sich Lioba Bettens kleiner, aber ambitionierter MünchenVerlag nicht leisten. Dass man – das passende Thema vorausgesetzt – Gäste auch allein mit Augenschmaus und Brunnenwasser begeistern kann, bewies die Präsentation des jüngsten Hausprodukts "Brunnenkunst und Wasserspiele". Als eine Autorin, die ihre Leser mitnimmt, schon ehe sie sich ins Buch vertiefen, bewährte sich Juliane Reister: Sie gab Anschauungsunterricht am Objekt und führte die Gäste gleich direkt zu den Kunstwerken. Bei Mathias Gasteigers einst skandalumwitterten Brunnenbuberl hinterm Karlstor startete sie ihren Rundgang und beendete ihn vor ihrem Lieblingswerk, dem von Adolf Hildebrand gestalteten Wittelsbacher Brunnen am Lenbachplatz.
Das Buch selbst führt zu mehr als 100 öffentlich zugänglichen Wasserspendern und -spielen, die es nicht nur beschreibt, sondern auch in stimmungsvollen Farbaufnahmen zeigt. Schlichte Brunnen finden sich darin ebenso wie beispiele witzig-origineller oder monumentaler Bildhauerkunst von gestern und heute. Dass es nicht nur in Münchens Zentrum fröhlich sprudelt und plätschert, sondern ebenso in den verschiedenen Stadtvierteln – auch das belegt Juliane Reister eindrucksvoll. Dafür, dass man den Weg etwa zum Struwwelpeter-Brunnen in Neuhausen, zum Haferl in Haidhausen, zum Glasbrunnen in der Maxvorstadt, zum Bacchus und seiner Bacchantin in Schwabing oder zum Brunnenweiberl in der Au auch leicht findet, ist ebenfalls gesorgt: mit kleinen „Wanderkarten” für zehn verschiedene Stadtteile, auf denen die ausgewählten Stücke genau eingezeichnet sind.
Bei ihrem Rundgang wollte Juliane Reister auch an den Brunnen nicht kommentarlos vorübergehen, die in ihrem Buch noch fehlen; darunter Toni Stadlers Nereiden in den Maximiliansanlagen. Doch, so meinte sie, wer eines der von ihm gestalteten Weiber kenne, der kenn sie ohnehin alle. und eines hat sie ja auf Seite 73 beschrieben, wo sie Stadlers Heine-Gedächtnisbrunnen im Finanzgarten vorstellt: "... mit wohlgeformten Brüsten, ausladendem Unterleib und kleinem Kopf für liebende Gedanken."
Franz Freisleder in der Süddeutschen Zeitung, 24./25. Mai 2008


Hrsg. v. Aufbaustudiengang Buchwissenschaft , Jahrgang 2006/2007:
Seitenwege – 33 außergewöhnliche Buchhandlungen in München
Der bayerische Landesverband des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels zählt derzeit über 100 vertreibende Mitglieder in München – also Buchhandlungen inklusive Antiquariate und Versandbuchhandlungen. 33 von ihnen haben Einzug gefunden in einen Bildband des MünchenVerlags: "Seitenwege – 33 außergewöhnliche Buchhandlungen in München".
Die Autoren und Fotografen sind Absolventen des Aufbaustudiengangs Buchwissenschaft 2006/7 in München und stellen Sortimente aus dem Glockenbachviertel, Schwabing, der Innenstadt und Haidhausen vor. Von der Krimibuchhandlung "glatteis" über die Christliche Buchhandlung bis hin zu einem Klassiker wie "Dichtung & Wahrheit" oder dem Tauschbuchladen Bücherkiste: Mit vielen Bildern bietet "Seitenwege" Impressionen und Ideen aus dem buchhändlerischen Alltag.
In: Buchmarkt, Februar 2008


Axel Winterstein: Borstei
Gärten voller Rosen und Ruhe – Schmucke Brunnen wie die Anlage „Urteil des Paris“, idyllische Innenhöfe und zahlreiche Kunstwerke machen den besonderen Charme der Borstei aus. Der denkmalgeschützten Wohnsiedlung in Moosach hat der Journalist und Autor Axel Winterstein ein Buch gewidmet, (das) die von Bernhard Borst erbaute Siedlung als „Gesamtkunstwerk“ beschreibt.
Süddeutsche Zeitung, 17. März 2005
 
... obwohl schon fast achtzig Jahre alt, ist sie für viele Münchner immer noch die schönste Siedlung der Stadt. (...) Über (...) Bernhard Borst und sein Lebenswerk hat Axel Winterstein jetzt unter dem Titel „Borstei“ ein Buch geschrieben, ausgestattet mit vielen Farbfotos ... (...) ... alle Architekten und Bildenden Künstler, die an der Ausgestaltung von Bernhard Borsts größtem Wurf, der Borstei, beteiligt waren – würdigt der Autor im Rahmen seiner akribischen Beschreibung der Siedlung und ihres Entstehens mit Portraits und Werke-Angaben. Ältere und jüngere Mieter erklären dem Leser, warum sie sich in ihrem „Schutzraum“ so wohl fühlen. Und Gertraud Line Borst ist mit persönlichen Erinnerungen an ihren Vater vertreten (...) „Die Borstei“ – ein Buch, in dem wir mehr finden, als der knappe Titel verspricht. Denn es schildert auch ein Stück Baugeschichte der westlichen Viertel bis hinaus nach Pasing und erinnert an Persönlichkeiten, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts München als Stadt der Wohnkultur leuchten ließen.
Franz Freisleder in der Süddeutschen Zeitung vom 18. Mai 2005


Edda und Michael Neumann-Adrian:
Münchens Lust am Jugendstil – Häuser und Menschen um 1900
"... diese, für die internationale Kunst- und Kulturgeschichte ausgesprochen wichtige Ära (...) hat mit ihrer Neuartigkeit provoziert und viele kritische Gegner gefunden. Dennoch war sie gerade auch für München eine durchaus produktive und fruchtbare Epoche. (...) Die Autoren wollen mit ihrem Buch an das aufbruchsfreudige Lebensgefühl des Jugendstils erinnern. Sie berichten über Protagonisten dieser Zeit, über die beeindruckendsten Gebäude und die wichtigsten Kunstausstellungen der Stadt..."
Werbespiegel-Samstagsblatt, 30. April 2005


Lioba Betten:
Das Schicksal nennt keine Gründe - Grabsprüche auf Münchner Friedhöfen
"Inspiration zur heute unmodernen Beschäftigung mit dem Tod und Anregung zur Erhaltung einer Friedhofskultur!"
Gertraud Roth, Buchprofile

Sprüche für die Ewigkeit
Die Fotografin Lioba Betten legt einen Band mit Münchner Grabinschriften vor
Unerbittliche Worte, in Stein gemeißelt: "Das Schicksal nennt keine Gründe". Darunter zwei Namen, dazu die Geburts- und die Sterbedaten. Vermutlich hat die Ehefrau, die ihren Mann um zwölf Jahre überlebte, diesen Spruch gewählt. Die Fotografin und Autorin entdeckte ihn bei einem Spaziergang über den Friedhof am Perlacher Forst. Für die Münchnerin war die Inschrift der Auslöser, sich mit Grabsprüchen auf den 22 Münchner Friedhöfen zu beschäftigen: "Sowohl von seiner Unnahbarkeit, von seiner abweisenden Härte als auch von seiner Hinterfragbarkeit provoziert er zum Nachdenken und er inspirierte mich, auf die Suche nach weiteren Grabsprüchen zu gehen." Die Diplom-Bibliothekarin fotografierte und ergründete die Herkunft der Inschriften.
Aus der Sammlung ist nun das Buch "Das Schicksal nennt keine Gründe" entstanden, in dem bekannte, an Zitate aus der Bibel oder der Literatur angelehnte Sprüche ebenso wie sehr persönliche Worte zusammengefasst sind. "Sie geben letzte Hinweise und werfen ein dauerhaftes Abschiedslicht auf das Leben der Verstorbenen", schreibt Lioba Betten, "sie charakterisieren die Toten, vermitteln Trauernden und Hinterbliebenen Erinnerungen, Trost, Liebe und Hoffnung." Neben Anleihen bei Schiller, Goethe, Eichendorff, Rilke und Heine, neben düsteren, aber auch tröstenden Gedanken, finden sich auch Klassiker aus Todesanzeigen ("Geliebt, beweint und unvergessen", "Du bist immer bei uns") und Eigenschöpfungen, die zu Spekulationen über die Biographie des unbekannten Verstorbenen anregen: "Schaffen und Streben war unser Leben", steht auf einem Familiengrab im Waldfriedhof. Die völlige Erfüllung in der Arbeitswelt fand offenbar auch ein Ehepaar, das seine letzte Ruhestätte im Sendlinger Friedhof erhielt: "Die schönste Zeit unseres Lebens war, in der wir gemeinsam arbeiten durften." Drastischer fällt die Erkenntnis auf einem Grabstein im Friedhof Untermenzing aus: "Was ich einst war, das seid Ihr – Was ich jetzt bin, das werdet ihr."
Sven Loerzer in der Süddeutschen Zeitung, 31. Oktober / 1./2. November 2003

"Das Schicksal nennt keine Gründe". Diesen abweisenden, doch ebenso hinterfragbaren Spruch entdeckte Lioba Betten bei einem Gang über den Friedhof am Perlacher Forst in München. Sie ging weiter, suchte, fotografierte und recherchierte die Herkunft von Grabstein-Inschriften auf 22 Münchner Friedhöfen. In ihrem Buch "Das Schicksal nennt keine Gründe" sind nun die Ergebnisse dieser außergewöhnlichen Sammlung von Bildern und Sprüchen zusammengefasst. In acht Themenbereiche eingeteilt zeigt das Buch bekannte, ungewöhnliche und sehr persönliche Grabsprüche, die ein kleines Abschiedslicht auf das Leben der Verstorbenen werfen, zum Nachdenken einladen und Hinterbliebenen Trost vermitteln. Es zeigt aber auch ganz unterschiedliche, oft kunstvolle Grabmalgestaltung. Mit liebevollen Texten erinnert die Autorin den Leser daran, sich mit dem eigenen Tod, mit seinen Toten und letztlich auch mit der Erhaltung einer Friedhofskultur zu beschäftigen.
Naturstein — Zeitschrift für die gesamte Naturstein-Wirtschaft, Ausgabe 2/2004


Hermann Wilhelm: In der Münchner Vorstadt Au
Hermann Wilhelm, Gründer des ersten Stadtteilmuseums Münchens, des schon lange etablierten und vielbesuchten Haidhausen-Museums, legt mit dem vorliegenden Buch eine schöne Sympathiebezeugung für eine weitere Münchner Vorstadt vor - für die Au. Der "ungestaltete Haufen ärmlicher Hütten", der zum Grundbesitz der Familien Preysing und Maxlrain sowie zum Kloster "Am Anger" gehörte, ist schon im 13. Jahrhundert nachweisbar. Gegründet am rechten Isarhochufer, lag die Siedlung zentral und verkehrsgünstig zur Altstadt. Das abgebildete Aquarell von C. A. Lebschée aus dem Jahr 1870 zeigt diese Wohn- und Arbeitssituation sehr deutlich. Immer Wohnort

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