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Pressespiegel zu unseren Büchern (eine Auswahl) |
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Gernot Brauer: München Schwabing – Ein Zustand Noch ein Schwabing-Buch? Und dazu ein Buch über Laim? Gernot Brauer, Redakteur unseres Online-Magazins „Standpunkte“, hat im München-Verlag zwei umfangreiche Stadtteilbücher herausgebracht: München Schwabing - Ein Zustand und München Laim - Ein Stadtteil in 24 Stunden. Beiden Büchern ist die optische Aufmachung gleich. Beide umfassen etwa 190 Seiten. Beiden gemeinsam ist die Hingabe zum historischen und aktuellen Detail, auch in seiner Entwicklung. Gemeinsam ist ihnen die jeweilige Akzentuierung bedeutsamer Persönlichkeiten, Ereignisse, Straßen, Bauten und Plätze im besonderen wie infrastruktureller, städtebaulicher, sozialer und gesellschaftsrelevanter Aspekte im allgemeinen. Beide Bücher sind Hingucker. Für den Kenner und für den Laien. Zum losen Durchblättern und zum tieferen Nachlesen. Die reichhaltigen Recherchen und vielsprechenden Illustrationen überzeugen ebenso wie ihre unterschiedlichen konzeptionellen Herangehensweisen. Für Schwabing empfahl sich ein geschichtlicher Themenaufbau vom Bauerndorf zum Künstlerviertel. Natürlich ist es attraktiv und stets lesenswert, was dieses Schwabing, diesen ‚Zustand’ ausmacht, ausmachen könnte. Dieses ‚Kraglfing’ weiß der Autor über die Fantasien Ludwig Thomas hinaus zu einem sozialen Bilderbuch zu malen. Und in ‚Wahnmoching’ bestätigt sich mit Gräfin Franziska von Reventlow das legendäre Schwabing mit seinen Künstlern aller Couleur. Nicht nur die Leichtigkeit des Seins oder gerade diese wird in vielen Kapiteln lokalgetreu nachgearbeitet. Mit immer neuen, interessanten Belegen. Dunkle Zeiten werden nicht geschönt. Brauer benennt Zeitzeugen und fotografiert sie, wie das ‚Bamberger Haus` und viele mehr. Er erzählt Geschichten dazu. Durch die Ainmillerstraße geht keiner mehr so wie vor seiner Lektüre. Da keimen Gesichter auf. Spannend lesen sich die Zeilen um die Weltkriege herum. Der Rezensent und viele wissen persönlich um die ‚Schwabinger Krawalle’ und um die 68er. Die ‚Traumstadt’ wird bewusst analysierend mit einem Fragezeichen versehen und die ‚Seerose’ gewährt einen Einblick in zeitgeistige Intimitäten. Es hat sich viel bewegt mit dem sog. ‚Neuanfang’. Es wird nichts ausgelassen: Die Münchner Freiheit ebenso wenig wie die Domagkstraße. Die Seidlvilla ebenso wenig wie das Faschingsfest in der Schwabinger Bohème. Dem Buch fehlt an keiner Einzelheit. Aber: Die Versicherungs-Skulptur muss man genauso wenig mögen wie man ‚Schwabylon’ als ein Aufbäumen empfinden darf, als Renaissance von ‚Wahnmoching’. Oder eben anders. Mit Werner Schneyder und Co. In ‚“Schwabing“ in Schwabing’ sucht und findet Brauer das “Schwabing“ in Schwabing’. Quod erat demonstrandum? Ist Schwabing wirklich ein Zustand? Nicht eher ein Phänomen? Ist dem Autor seine Intention gelungen? Das Buch ist eine Bereicherung der Sinnes- und Geisteswahrnehmung zu Schwabing. Und es ist mit Sicherheit eine tiefgreifende Dokumentation eines Stadtteils, der als Begriff weltweit bekannter als Bayern zu sein scheint. Dr. Dieter Klein in Standpunkte 9/2010, Online-Magazin des Münchner Forums e.V.
Die Geschichte des schönsten Stadtteils Warum eigentlich gibt es derart viele (Bild)-Bände, die sich mit schönsten aller schönen Stadtteile Münchens beschäftigen? Ganz einfach: Schwabing fasziniert, immer noch – oder immer wieder. Im Jahr 782 als „Suuapinga” erstmals urkundlich erwähnt, gerne auch als „Wahnmoching” (Gräfin Franziska zu Reventlow) oder „Kraglfing” (Ludwig Thoma) verspottet, ist Schwabing auch heute noch ein künstlerisches, intellektuelles Zentrum der Stadt. In dem schlicht „München Schwabing” betitelten Buch zeichnet Gernot Brauer die Entwicklung des Stadtteils nach, vom Bauernhof zum dichtbewohnten Viertel. Einige Kapitel widmet er der Nazi-Zeit oder den Nachtclubs an der Leopoldstraße in den 60er Jahren. Historisch Neues gibt es nicht, dafür greift der Band aktuelle Themen auf. Thierry Backes im Münchner Merkur 2. September 2010 |
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Gernot Brauer: München Laim – ein Stadtteil in 24 Stunden Schlaflos in Laim Oha! Das ist mal eine Ansage. Über sein neuestes Stadtteil-Buch schreibt der MünchenVerlag: „Laim schläft nicht.” Moment mal: Laim soll nie schlafen? Ist Laim nicht dieser Stadtteil da irgendwo im Osten, den selbst der langjährige Laimer Stadtrat Wolfgang Czisch als „sehr normal” beschreibt, „ja fast ein wenig durchschnittlich”? Keineswegs, meint der Autor Gernot Brauer. Er verspricht schon im Titel, den Stadtteil „in 24 Stunden” erkunden zu wollen. Er startet um 0 Uhr mit einem „Boxenstopp für den ICE 316” in der Wartungsstraße der Bahn, beschreibt dann, was nachts um 1 im Laimer Busdepot los ist, schaut in der Diskothek „Nachtgalerie” vorbei und später bei den Meinungsforschern von Infratest. Er porträtiert einen Schäffler und einen Streetworker, der sich um Jugendliche im Viertel kümmert. Seine 24 thematischen Kapitel bereichert Gernot Brauer mit vielen historischen Hintergründen, etwa über das Wirtshaus „Laimer´s” oder die Schützengesellschaft „Zwölf Apostel”. Wer sich „in Loam dahoam” fühlt, sollt 24,80 Euro für 192 Seiten Stadtteil investieren. Thierry Backes im Münchner Merkur, 11.6.2010 So heißt das lange erwartete und im Rahmen der Laimer Stadtteilwoche vorgestellte neue Stadtteilbuch von Gernot Brauer. Auf 192 Seiten mit vielen Farbfotos und historischen Abbildungen werden Laimer Kleinode und Laimer Originale, Laimer Leute und Laimer Befindlichkeiten dargestellt. Das alles mit Unmengen an sauber zusammengetragenen Daten und Fakten, mit analytischem aber auch oftmals verliebtem Blick für das Besondere an und in Laim. Und kein Thema wird ausgespart. Historie, Architektur und Architekten sind ebenso vertreten wie Stadtteilpolitik, Wirtschaft und Vereine. Aber auch eher Unbekanntes oder Unausgesprochenes wie der Königreichssaal der Zeugen Jehovas oder die Rotlichtmeile an der Landsberger Straße wird gebührend gewürdigt. Michael Schmidt auf LAIM online, 8.6.2010 |
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Jean Louis Schlim: Ludwig II. Traum und Technik Manchmal wurmt es ihn. Jean Louis Schlim mag dieses „Schubladendenken” einfach nicht. „Seht mal, was Ihr aus Eurem Kini gemacht habt”, sagt er dann: „Einen banalen Märchenkönig!” Natürlich sei Ludwig II. von Bayern ein Fantast gewesen – auch größenwahnsinnig, kein Zweifel. Vor allem aber war er doch ein Visionär, ein Technikliebhaber, ein unkonventioneller Kopf, seiner Zeit weit voraus. Findet Schlim, ein renommierter König-Ludwig-Forscher aus München. Nun hat er die Träume des „verkannten Geistes des 19. Jahrhunderts” zum Leben erweckt: in einer virtuellen Realität, zu besichtigen in seinem neuen, sehr lesenswerten Buch. Die Idee dahinter? Denkbar einfach: die Welt des Kini neu zu erschaffen. Eine fotorealistische Dokumentation in 3D – von Gebäuden, die zum Teil im Kopf Seiner Majestät existierten, Projekte, die Ludwig II. zu Lebzeiten nicht realisieren konnte. Mehr als sechs Jahre arbeiteten die Experten der Münchner Multimedia-Agentur „metamatix” daran – und erschufen auf ihren Computerbildschirmen ein Schloss Neuschwanstein, das noch niemand gesehen hat. Sie bauten eine Flug-Seilbahn in Form eines großen Pfaus, die über den Alpsee zum Schloss Hohenschwangau schwebt. Und sie rekonstruierten den Wintergarten auf dem Dach der Münchner Residenz: ein kühnes Objekt aus Glas und Stahl, das zwischen 1871 und 1897 das Gesicht des Odeonsplatzes prägte. Erst Jahre nach dem Tod des Königs wurde der Wintergarten abgerissen. Und mit ihm verschwand das kleine Paradies mit seinen Palmen und Schwänen... Barbara Nazarewska im Münchner Merkur, 10./11.4.2010 |
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Petra Wucher und Tobias Lill: Münchens Neue Altstadt Es tut sich was in der Münchner Altstadt! Die Clubs ziehen von der Peripherie zurück ins Zentrum. Die Reichen tauschen ihre Villa in Grünwald gegen ein Penthouse mit Blick auf die Frauenkirche, neue Museen und Ausstellungsräume bringen Schwung in das kulturelle Leben.... Bei aller Begeisterung für die Belebung der Altstadt sehen die Autoren den Bauboom aber auch kritisch: „Die Mieten steigen, die Läden werden immer nobler und Familien können sich das Leben in der Innenstadt kaum mehr leisten”. Die Münchner müssten überlegen, ob sie den Trend zum Schicken und Teuren wollen. „Wir müssen darüber nachdenken, wie sich die Stadt entwickeln soll”, sagt Petra Wucher. Das Buch soll dazu anregen. WELT Kompakt, 16.9.2009 Die Autoren halten, wo es ihnen angebracht erscheint, mit Kritik nicht hinterm Berg: prangern zum Beispiel schon einmal das ungelöste Problem Radler-Furt zwischen Residenzstraße und Hofgraben an. Doch nicht um Zensur geht es ihnen in erster Linie (fehlt deshalb der Kaufhaus-Bunker am Marienplatz?), sondern um Information. Die beginnt mit einem Rückblick auf die räumliche Entwicklung Münchens. Womit Verständnis dafür geweckt wird, dass auch im historischen Ensemble einer Altstadt nichts so lebendig ist wie der Wandel. Sechsmal mehr Wohnungen als noch im Januar 2000 wurden 2006 in der Altstadt gebaut. Immer mehr Unternehmen lassen sich dort nieder. Die Bedürfnisse der Spaßgesellschaft ziehen neue Vergnügungsstätten an. Ganze Straßenzüge verändern ihr Gesicht. Auch mit den sozialen Aspekten dieses Wandels in jüngster Zeit – den exorbitant steigenden Mieten, dem manchmal zähen Ringen zwischen Kultur und Kommerz – befasst sich dieser Innenstadt-Report. Franz Feisleder in der Süddeutschen Zeitung, 9/2009 |
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Dagmar Bäuml-Stosiek und Katharina Steiner: Der Friedhof Bogenhausen ... Zu lokalen und überregionalen Berühmtheiten wie "Monaco Franze" Helmut Fischer und Elisabeth Wellano alias Liesl Karlstadt, Walter Sedlmayr, Erich Kästner und Rainer Werner Fassbinder führt der Rundgang. Doch auch Menschen, die nicht oder nicht mehr jeder kennt, werden hier vorgestellt. Der Jurist und Stehgreiferzähler Wilhelm Diess etwa, der nach dem Krieg Generaldirektor der Bayerischen Staatstheater war, oder auch die Kunsthistorikerin Martha Dreesbach, einst Leiterin des Stadtmuseums.... Wer ein malerisches Stück München für sich entdecken will, findet in dem Büchlein den idealen Reisebegleiter. Peter T. Schmidt im Münchner Merkur, 13.11.2009 ... Vor allem Künstler sind es auch, die auf dem Bogenhauser Bergerl in den rund 200 Gräbern ihre letzte Ruhe gefunden haben. Wer sie dort aufsuchen will, dem empfiehlt sich jetzt ein handliches Büchlein mit dem Titel "Der Friedhof Bogenhausen". Dagmar Bäuml-Stosiek und Katharina Steiner haben darin 57 Gräber und Gedenktafeln für einen Rundgang ausgewählt. Verlegerin Lioba Betten bereichert den Friedhofsführer mit stimmungsvollen Farbaufnahmen. Ein einleitender Aufsatz beantwortet auch die Frage, wer überhaupt in den Genuss eines so exklusiven Grabes kommen kann... Franz Feisleder in der Süddeutschen Zeitung, 18.11.2009 |
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Hermann Wilhelm : Haidhausen Herbergsviertel, Franzosen- und Glasscherbenviertel, heute auf jeden Fall Szeneviertel - das alles war und ist Haidhausen. Seine 1200 Jahre alte Geschichte arbeitet der Stadtteil-Historiker Hermann Wilhelm in seinem 192 Seiten dicken Werk auf. In der nun vierten Auflage hat er die Aufwertung des Viertels durch die Sanierung in den 70er und 80er Jahren eingearbeitet. Der Band weckt längst verdrängte Erinnerungen an den Bürgerbräukeller oder die Planung der nie realisierten "Tangente-3-Ost" - einer sechsspurigen Stadtautobahn, die mitten durch Haidhausen geschlagen werden sollte. Die Szene-Gänger werden sich die Augen reiben ob der historischen Bedeutung der Herbergen in dem ehemaligen Arbeiterviertel – in denen sie heute ihr Bier trinken. Münchner Merkur, 30.10.2009 |
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Alexander Langheiter und Wolfgang Lauter: Der Alte Südfriedhof in München Mit dem Alten Südfriedhof besitzt München ein bedeutendes Kultur-Denkmal des 19. Jahrhunderts. Politiker, Künstler und Originale, die Bayern zwischen 1800 und 1900 geprägt haben, liegen dort begraben. Alexander Langheiters Buch ist die erste umfassende Würdigug dieses bedeutenden Friedhofes. Langheiter erzählt die Geschichte des Areals vom Pestfriedhof vor dem Sendlinger Tor bis zu den Kriegszerstörungen und dem Wiederaufbau nach 1945. Er zitiert historische Reiseberichte, die belegen, dass dieser Totengarten bereits für die Zeitgenossen ein besonderer Ort war. Darüber hinaus stellt er die vielfältigen Grabmalformen zwischen Klassizismus und Historizismus vor, an denen der Alte Südfriedhof ungewöhnlich reich ist. Alle Kapitel sind mit historischen Abbildungen und vielen aktuellen Fotos illustriert. Wer sich für die Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts oder für die bayerische Geschichte interessiert, wird das Buch mit Gewinn zur Hand nehmen. Alois Bierl in Bayern im Buch, 2009/1 (...) Es ist ein opulentes Buch geworden, denn Autor Alexander Langheiter und Fotograf Wolfgang Lauter werfen auf 160 Seiten einen ganzheitlichen Blick auf das komplexe Thema. Dazu gehört zunächst einmal ein Exkurs in die Münchner Friedhofsgeschichte, und die ist reich an Anekdoten.(...)Das Buch macht Lust, selbst aufzubrechen in dieses oft übersehene kulturhistorische Kleinod zwischen Thalkirchner-und Pestalozzistraße. Es lädt ein, einzutauchen in die Stille zwischen den alten Grabsteinen und jene Atmosphäre zu spüren, die Wolfgang Lauter mit vielen stimmungsvollen Bildern eingefangen hat. Peter T. Schmidt im Münchner Merkur am 30.10.2008 »Der Friedhof lebt!« Bei seiner täglichen Joggingrunde über den Münchener Südfriedhof war sich Alexander Langheiter anfangs nicht bewusst, an welchen Persönlichkeiten er da vorbeitrabte. (...) Der Autor spricht von einem "steinernen Geschichtsbuch", das schon früh geschrieben wurde: 1788 hat man den "Centralfriedhof" vor den Toren der Stadt langsam akzeptiert, war es doch früher üblich, innerhalb der Stadt begraben zu werden - ein Recht, das vor allem den höheren Gesellschaftsschichten zustand: "Die besser gestellten Leute ruhen in den vorderen Reihen, oft mit prunkvollen Grabsteinen." Daniela Schmitt / Hallo München 07.11.2008 |
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Juliane Reister: Brunnenkunst und Wasserspiele Münchens Brunnen und ihre Geschichte Münchens Brunnengeschichte beginnt mit dem Fischbrunnen am Marienplatz, der erstmals 1318 erwähnt wurde. Heute hat München mehr als 500 öffentlich zugängliche Brunnen. Sie waren früher Gebrauchsgegenstand des täglichen Lebens. In der Renaissance schmückte man die Residenzen mit Brunnen, im 19. Jahrhundert wurden als Verkehrshindernis empfunden. Zwei Weltkriege haben den Bestand erheblich reduziert. Anlässlich der Olympischen Spiele 1972 wurde eine neue "Brunnenkunstära" eingeläutet. In ihrem Buch "Brunnenkunst und Wasserspiele" führt Juliane Reister - übersichtlich geordnet und fachmännisch recherchiert – durch zehn Münchner Stadtteile und zu deren Brunnen. Claudia Theurer in Hallo München, 12.08.2009
Der Brunnen-Führer für die Wartezeit Es wird noch dauern, bis die Stadt die schützenden Holzverschläge im Frühjahr wieder abmontiert. Und nur wenige der 550 öffentlich zugänglichen Brunnen hatten keinen Winterschlaf. Wer sich die Wartezeit auf die Wassersaison verkürzen will, dem sei ein Blick in Juliane Reisters "Brunnenkunst und Wasserspiele" empfohlen. Auf 128 Seiten stellt die Autorin über 100 Brunnen vor. Auf zehn Spaziergängen gibt es verborgene Schönheiten zu entdecken, Brunnen, an denen man ständig vorbeiläuft – ohne sie wahrzunehmen. Das "Fischerbuberl" ist so einer, ein Mini-Brunnen am Wiener Platz, den Ignatius Taschner 1934 entworfen hat und der 2001 wegen des Baus der Schrannenhalle aus der Innenstadt nach Haidhausen ziehen musste. Thierry Backes im Münchner Merkur, 2.1.2009
Wo es so sprudelt und plätschert Eine Buchpremiere mit Wein und Häppchen kann sich Lioba Bettens kleiner, aber ambitionierter MünchenVerlag nicht leisten. Dass man – das passende Thema vorausgesetzt – Gäste auch allein mit Augenschmaus und Brunnenwasser begeistern kann, bewies die Präsentation des jüngsten Hausprodukts "Brunnenkunst und Wasserspiele". Als eine Autorin, die ihre Leser mitnimmt, schon ehe sie sich ins Buch vertiefen, bewährte sich Juliane Reister: Sie gab Anschauungsunterricht am Objekt und führte die Gäste gleich direkt zu den Kunstwerken. Bei Mathias Gasteigers einst skandalumwitterten Brunnenbuberl hinterm Karlstor startete sie ihren Rundgang und beendete ihn vor ihrem Lieblingswerk, dem von Adolf Hildebrand gestalteten Wittelsbacher Brunnen am Lenbachplatz. Das Buch selbst führt zu mehr als 100 öffentlich zugänglichen Wasserspendern und -spielen, die es nicht nur beschreibt, sondern auch in stimmungsvollen Farbaufnahmen zeigt. Schlichte Brunnen finden sich darin ebenso wie beispiele witzig-origineller oder monumentaler Bildhauerkunst von gestern und heute. Dass es nicht nur in Münchens Zentrum fröhlich sprudelt und plätschert, sondern ebenso in den verschiedenen Stadtvierteln – auch das belegt Juliane Reister eindrucksvoll. Dafür, dass man den Weg etwa zum Struwwelpeter-Brunnen in Neuhausen, zum Haferl in Haidhausen, zum Glasbrunnen in der Maxvorstadt, zum Bacchus und seiner Bacchantin in Schwabing oder zum Brunnenweiberl in der Au auch leicht findet, ist ebenfalls gesorgt: mit kleinen „Wanderkarten” für zehn verschiedene Stadtteile, auf denen die ausgewählten Stücke genau eingezeichnet sind. Bei ihrem Rundgang wollte Juliane Reister auch an den Brunnen nicht kommentarlos vorübergehen, die in ihrem Buch noch fehlen; darunter Toni Stadlers Nereiden in den Maximiliansanlagen. Doch, so meinte sie, wer eines der von ihm gestalteten Weiber kenne, der kenn sie ohnehin alle. und eines hat sie ja auf Seite 73 beschrieben, wo sie Stadlers Heine-Gedächtnisbrunnen im Finanzgarten vorstellt: "... mit wohlgeformten Brüsten, ausladendem Unterleib und kleinem Kopf für liebende Gedanken." Franz Freisleder in der Süddeutschen Zeitung, 24./25.5.2008 |
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Gerd Holzheimer, Ernst Rebel, Reinhard Schulz: Habe die Ehre! Nach dem Krieg waren in München nicht nur die Hälfte der Wohnhäuser, der Werkstätten, Büros und der Industrieanlagen, sondern auch die meisten Theater, Museen, Bibliotheken und andere Kultureinrichtungen größtenteils zerstört. Doch welch ungeheurer Wiederaufbauwillen, welche Vitalität und Energie von staatlicher, städtischer und privater Seite nach 1945 entwickelt wurde, um die bayerische Landeshauptstadt wieder zu einer der wichtigsten Stätten der Musen zu machen, zeigt dieses Buch auf, das zum 50. Jubiläum der Vergabe des Kulturellen Ehrenpreises der Stadt München erschienen ist. Schriftsteller wie Erich Kästner und Wolfgang Koeppen, Komponisten wie Werner Egk und Carl Orff, bildende Künstler wie Karl Schmidt-Rottluff und Rupprecht Geiger, Architekten, Intendanten, Schauspieler, Dirigenten und andere erhielten inzwischen diese ehrenvolle Auszeichnung. Doch weniger auf die offiziellen Würdigungen für diese Geehrten kam es den drei Autoren dieses Buches an, als vielmehr die Anfänge von Münchens kulturellem Neubeginn nach 1945 und die äußerst erfreuliche Entwicklung in den folgenden Jahren und Jahrzehnten ebenso kenntnisreich wie engagiert aufzuzeigen. Ein liebenswert schildernder Gang durch Münchens Kunst- und Kulturgeschichte nach 1945 mit einer - vor allem im literarischen Teil – durchaus anheimelnden subjektiven Gewichtung. Hannes S. Macher in Bayern im Buch, 2009/1 |
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Ralf Sartori: Tango in München Erotik und Exil Die Geschichte und Gegenwart der Münchner Tangoszene wird in dem Band "Tango in München" auf 150 Seiten untersucht. Seit 20 Jahren blüht in dieser Stadt eine illustre Kultur des erotischen Tanzes, von Autor Ralf Sartori lückenlos recherchiert und anekdotenreich und unterhaltsam erzählt. Das Buch ist darüber hinaus ein wichtiger Ratgeber für Tango-Interessierte, bündelt die wichtigsten Informationen über passende Schulen, Veranstaltungen und Workshops. InMünchen, 2008/4 |
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Hrsg. v. Aufbaustudiengang Buchwissenschaft , Jahrgang 2006/2007: Seitenwege – 33 außergewöhnliche Buchhandlungen in München Der bayerische Landesverband des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels zählt derzeit über 100 vertreibende Mitglieder in München – also Buchhandlungen inklusive Antiquariate und Versandbuchhandlungen. 33 von ihnen haben Einzug gefunden in einen Bildband des MünchenVerlags: "Seitenwege – 33 außergewöhnliche Buchhandlungen in München". Die Autoren und Fotografen sind Absolventen des Aufbaustudiengangs Buchwissenschaft 2006/7 in München und stellen Sortimente aus dem Glockenbachviertel, Schwabing, der Innenstadt und Haidhausen vor. Von der Krimibuchhandlung "glatteis" über die Christliche Buchhandlung bis hin zu einem Klassiker wie "Dichtung & Wahrheit" oder dem Tauschbuchladen Bücherkiste: Mit vielen Bildern bietet "Seitenwege" Impressionen und Ideen aus dem buchhändlerischen Alltag. In: Buchmarkt, Februar 2008 |
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Alfons Schweiggert: Karl Valentin »Das ‚Große Museum’ (für Karl Valentin) wird noch ein Weilchen auf sich warten lassen. Dafür wird vorerst dieses Buchmuseum mit über dreißig ‚Räumen’ entschädigen, in denen alle Aspekte des valentin’schen Künstlerums schillern.« Nina Gut im Münchner Merkur, 14. Februar 2007 "Schweiggert hat sich vorgenommen, das ‚Verquere’ im Denken des dürren Ur-Dadaisten wieder zu verbreiten …" Marco Eisenack in der Süddeutschen Zeitung, 26. Februar 2007 "… zusammen mit Original-Fotos, Valentin-Portraits verschiedener Provenienz und Faksimiles ergibt sich ein gutes biografisches Mosaik …" ekz-Informationsdienst, 15. Juni 2007 |
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Münchner Stadtarchiv (Hrsg.): Fußball in München "Fünf Autoren haben in den Archiven gestöbert – dabei ist weitaus mehr entstanden als nur Sportgeschichte ... In der Geschichte des Münchner Fußballs spiegelt sich das politische und soziale Leben der Stadt ... Und vor allem Männerherzen schlagen höher, wenn die Namen der alten Kämpen erscheinen, Volkshelden wie Alfons 'Fonse' Stemmer (1860) oder Georg 'Katsche' Schwarzenbeck (Bayern) ... und vieles ist überraschend - so überraschend, dass man es kaum glauben mag ..." Wolfgang Görl in der Süddeutschen Zeitung, 16. März 2006
"München ist heute Deutschlands Fußball-Hauptstadt. Doch wie kam es dazu? Das kann man jetzt in dem vom Stadtarchiv passend zur WM herausgegebenen Buch nachlesen." tz München, 14. März 2006
"Das Buch würdigt die immense Vielfalt des Münchner Fußballs … Eine Zeitreise von den Anfängen bis zur Gegenwart." Werner Kurzlechner, im Münchner Merkur, 14. März 2006
"'Fußball in München' beleuchtet die Sport-Historie vom ersten Spiel in der Stadt 1899 (das der MTV gegen Karlsruhe 0:10 verlor) bis heute. Das Wachsen der 'Fußball-Hochburg' (OB Ude im Grußwort) wird dargestellt anhand historischer und aktueller Fotos. Frauen und Hobbykicker haben ebenso ihren Platz wie Bayern und Löwen … zum Schmökern ist es für Fußballfans ideal. Vor allem vor der WM." AZ, 15. März 2006
"Wer sich im Fußballjahr auch noch ein wenig über dessen Geschichte und die Hintergründe der heutigen Erfolgsgeschichte dieser Sportart beschaffen möchte, ist mit dem Buch 'Fußball in München' bestens ausgerüstet." Werbespiegel, 12. April 2006 |
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Axel Winterstein: Borstei Gärten voller Rosen und Ruhe – Schmucke Brunnen wie die Anlage „Urteil des Paris“, idyllische Innenhöfe und zahlreiche Kunstwerke machen den besonderen Charme der Borstei aus. Der denkmalgeschützten Wohnsiedlung in Moosach hat der Journalist und Autor Axel Winterstein ein Buch gewidmet, (das) die von Bernhard Borst erbaute Siedlung als „Gesamtkunstwerk“ beschreibt. Süddeutsche Zeitung, 17. März 2005 ... obwohl schon fast achtzig Jahre alt, ist sie für viele Münchner immer noch die schönste Siedlung der Stadt. (...) Über (...) Bernhard Borst und sein Lebenswerk hat Axel Winterstein jetzt unter dem Titel „Borstei“ ein Buch geschrieben, ausgestattet mit vielen Farbfotos ... (...) ... alle Architekten und Bildenden Künstler, die an der Ausgestaltung von Bernhard Borsts größtem Wurf, der Borstei, beteiligt waren – würdigt der Autor im Rahmen seiner akribischen Beschreibung der Siedlung und ihres Entstehens mit Portraits und Werke-Angaben. Ältere und jüngere Mieter erklären dem Leser, warum sie sich in ihrem „Schutzraum“ so wohl fühlen. Und Gertraud Line Borst ist mit persönlichen Erinnerungen an ihren Vater vertreten (...) „Die Borstei“ – ein Buch, in dem wir mehr finden, als der knappe Titel verspricht. Denn es schildert auch ein Stück Baugeschichte der westlichen Viertel bis hinaus nach Pasing und erinnert an Persönlichkeiten, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts München als Stadt der Wohnkultur leuchten ließen. Franz Freisleder in der Süddeutschen Zeitung vom 18. Mai 2005 |
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Edda und Michael Neumann-Adrian: Münchens Lust am Jugendstil – Häuser und Menschen um 1900 "... diese, für die internationale Kunst- und Kulturgeschichte ausgesprochen wichtige Ära (...) hat mit ihrer Neuartigkeit provoziert und viele kritische Gegner gefunden. Dennoch war sie gerade auch für München eine durchaus produktive und fruchtbare Epoche. (...) Die Autoren wollen mit ihrem Buch an das aufbruchsfreudige Lebensgefühl des Jugendstils erinnern. Sie berichten über Protagonisten dieser Zeit, über die beeindruckendsten Gebäude und die wichtigsten Kunstausstellungen der Stadt..." Werbespiegel-Samstagsblatt, 30. April 2005 |
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Hubert Dorn: Die Schlacht von Sendling 1705 - Chronologie einer bayerischen Tragödie "Wer wissen will, was tatsächlich an den Weihnachtstagen vor 300 Jahren passiert ist, findet in Hubert Dorns soeben erschienenem Buch (...) eine ersprießliche Quelle... Sehr ergiebig, ja richtig spannend wird das Buch, wenn sich Dorn der Aufstandsplanung sowie dem Marsch der Oberländer Bauern auf das besetzte München zuwendet. Dorn hat die Vorgänge des 24. und 25. Dezember 1705 beinahe minutiös rekonstruiert. Man erfährt Erhellendes über den Dilettantismus der Anführer und den unter ihnen herrschenden Streit, der wesentlich zum Misslingen des Unternehmens beiträgt...Die (Auflistungen)(...) haben es in sich. Der Autor hat in Archiven und Pfarreien herumgestöbert und die Namen von einem Großteil der an der Schlacht beteiligten Oberländer herausgefunden. So werden die Opfer – mehr als tausend sind damals von den überlegen bewaffneten kaiserlichen Truppen niedergemetzelt worden – der Anonymität entrissen... ein lesenswerter Beitrag zum 300. Jahrestag der Sendlinger Bauernschlacht." Süddeutsche Zeitung, 25. April 2005
"Dorn (...) ist die Erinnerung an den Aufstand eine Herzensangelegenheit. Sein Buch ist die 'Chronologie einer bayerischen Tragödie' (Untertitel) und nicht eine tiefgründige Analyse des 'Volksaufstands'... Lesenswert ist Dorns Werk vor allem für heimatbewusste Menschen, die sich einen schnellen Überblick verschaffen wollen... Die eigentliche Leistung des Autors liegt darin, auf immerhin 60 Seiten die Namen und das Schicksal der Aufständischen darzustellen...“ Tölzer Kurier, 5. April 2005
„...wir können uns auf ein spannendes und gleichzeitig gründlich recherchiertes Werk freuen, das uns diesen ersten Aufstand einfacher Leute gegen Adel und Obrigkeit nahe bringt und seine Aktualität verstehen lässt." Isarbote im März 2005 |
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Werner Schlierf: "Kiesgruben-Krattler" "Wie ein neunjähriger Bub aus dem Münchner Arbeiterviertel Giesing das Ende der Naziherrschaft erlebt, hat Werner Schlierf (...) in autobiografischen Erzählungen und Theaterstücken festgehalten (...) Vom unstillbaren Wunsch, die Tristesse des Krieges zu überwinden und den Neuanfang im Mai 1945 als Chance zu begreifen, berichten all die literarischen Zeugnisse Werner Schlierfs eindrucksvoll und mit hintergründigem Humor. (...) Vor allem die realen Träume junger Frauen, die im Arm eines amerikanischen GIs ihre Zukunft im – vermeintlichen – Wohlstand der USA verbringen wollen, konnte Werner Schlierf beschreiben wie kein zweiter Autor der Nachkriegszeit...“ Donaukurier, 5./6. Mai 2005
„Zu erwähnen sind die Schilderungen vom Inferno der Bombennächte, vom Hamstern und der Tauschwährung nach 1945. Schlierf vergisst nicht seine Halbstarkenjahre und erinnert sich schwärmerisch seiner ersten Liebeserlebnisse. Diese Aufzeichnungen passen gut zu den Neuerscheinungen anlässlich des 60. Jahrestags des Kriegsendes und können daher überall angeboten werden." Bayern im Buch, 2/2005 |
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Miriam Elze: Väterchen Timofej - eine Annäherung "Keine Biografie - sondern eine liebevolle Sammlung von Merkwürdigkeiten, so wie auch das Leben von Väterchen Timofej mit vielen Merkwürdigkeiten gefüllt war. Wer Timofej nie besucht hat, kann das mit dem Bildband jetzt nachholen." tz München, 15. Okt. 2004
"Es ist ein subjektives, sehr persönliches Porträt, das sie von Timofej gezeichnet hat. Das Buch – alles andere als eine Schnellschuss-Biographie – ist die Frucht eines knappen Jahrzehnts, in dem die junge Münchnerin, die inzwischen als Künstlerin und Illustratorin in Hamburg lebt, immer wieder zu Besuch bei Timofej weilte, um dort zu malen, zu zeichnen, Fotos zu machen oder einfach nur zu plaudern... Selbst wer nie Timofejs Welt betreten hat, wird eine Ahnung von ihrer rührenden Absonderlichkeit bekommen, wenn er das Buch zur Hand nimmt... Es gibt viele Wege zum Olympia-Väterchen, und Miriam Elze verstellt keinen. Was sie anbietet, ist eine Kollage aus Texten, Zitaten und Bildern, die für alle möglichen Deutungen offen ist." Wolfgang Görl in der SZ vom 8. Nov. 2004 |
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Gabriele Jäcklin-Volkert: Die Münchner Schrannenhalle "Die bestens recherchierten Texte, Schwarzweiß-Zeichnungen, historischen Fotos und Konstruktionspläne sind so ansprechend, dass das Buch allen geschichtlich und technisch Interessierten zu empfehlen ist." Gertraud Roth, Buchprofile
Ingeborg Pils: Die Waldwirtschaft "Historisches Ausflugsziel, Biergarten-Revolution, Promi-Treff - gleichzeitig bietet das Buch über 40 Rezepte nach Art des Hauses." Jossi Loibl, tz München |
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Lioba Betten: Das Schicksal nennt keine Gründe - Grabsprüche auf Münchner Friedhöfen "Inspiration zur heute unmodernen Beschäftigung mit dem Tod und Anregung zur Erhaltung einer Friedhofskultur!" Gertraud Roth, Buchprofile
Sprüche für die Ewigkeit Die Fotografin Lioba Betten legt einen Band mit Münchner Grabinschriften vor Unerbittliche Worte, in Stein gemeißelt: "Das Schicksal nennt keine Gründe". Darunter zwei Namen, dazu die Geburts- und die Sterbedaten. Vermutlich hat die Ehefrau, die ihren Mann um zwölf Jahre überlebte, diesen Spruch gewählt. Die Fotografin und Autorin entdeckte ihn bei einem Spaziergang über den Friedhof am Perlacher Forst. Für die Münchnerin war die Inschrift der Auslöser, sich mit Grabsprüchen auf den 22 Münchner Friedhöfen zu beschäftigen: "Sowohl von seiner Unnahbarkeit, von seiner abweisenden Härte als auch von seiner Hinterfragbarkeit provoziert er zum Nachdenken und er inspirierte mich, auf die Suche nach weiteren Grabsprüchen zu gehen." Die Diplom-Bibliothekarin fotografierte und ergründete die Herkunft der Inschriften. Aus der Sammlung ist nun das Buch "Das Schicksal nennt keine Gründe" entstanden, in dem bekannte, an Zitate aus der Bibel oder der Literatur angelehnte Sprüche ebenso wie sehr persönliche Worte zusammengefasst sind. "Sie geben letzte Hinweise und werfen ein dauerhaftes Abschiedslicht auf das Leben der Verstorbenen", schreibt Lioba Betten, "sie charakterisieren die Toten, vermitteln Trauernden und Hinterbliebenen Erinnerungen, Trost, Liebe und Hoffnung." Neben Anleihen bei Schiller, Goethe, Eichendorff, Rilke und Heine, neben düsteren, aber auch tröstenden Gedanken, finden sich auch Klassiker aus Todesanzeigen ("Geliebt, beweint und unvergessen", "Du bist immer bei uns") und Eigenschöpfungen, die zu Spekulationen über die Biographie des unbekannten Verstorbenen anregen: "Schaffen und Streben war unser Leben", steht auf einem Familiengrab im Waldfriedhof. Die völlige Erfüllung in der Arbeitswelt fand offenbar auch ein Ehepaar, das seine letzte Ruhestätte im Sendlinger Friedhof erhielt: "Die schönste Zeit unseres Lebens war, in der wir gemeinsam arbeiten durften." Drastischer fällt die Erkenntnis auf einem Grabstein im Friedhof Untermenzing aus: "Was ich einst war, das seid Ihr – Was ich jetzt bin, das werdet ihr." Sven Loerzer in der Süddeutschen Zeitung, 31.10./1./2.11.2003
"Das Schicksal nennt keine Gründe". Diesen abweisenden, doch ebenso hinterfragbaren Spruch entdeckte Lioba Betten bei einem Gang über den Friedhof am Perlacher Forst in München. Sie ging weiter, suchte, fotografierte und recherchierte die Herkunft von Grabstein-Inschriften auf 22 Münchner Friedhöfen. In ihrem Buch "Das Schicksal nennt keine Gründe" sind nun die Ergebnisse dieser außergewöhnlichen Sammlung von Bildern und Sprüchen zusammengefasst. In acht Themenbereiche eingeteilt zeigt das Buch bekannte, ungewöhnliche und sehr persönliche Grabsprüche, die ein kleines Abschiedslicht auf das Leben der Verstorbenen werfen, zum Nachdenken einladen und Hinterbliebenen Trost vermitteln. Es zeigt aber auch ganz unterschiedliche, oft kunstvolle Grabmalgestaltung. Mit liebevollen Texten erinnert die Autorin den Leser daran, sich mit dem eigenen Tod, mit seinen Toten und letztlich auch mit der Erhaltung einer Friedhofskultur zu beschäftigen. Naturstein — Zeitschrift für die gesamte Naturstein-Wirtschaft, Ausgabe 2/2004 |
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Gerd Holzheimer: Auf Trüffeljagd im Fünfseenland
"Kulturbilder - kenntnisreich und anheimelnd geschrieben die sich als Ausflugsbegleiter zu all den bekannten und weniger bekannten Stätten mit historischer und künstlerischer Bedeutung im Großraum Starnberg bestens eignen." Hannes S. Macher, Bayern im Buch |
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Hermann Wilhelm: In der Münchner Vorstadt Au Hermann Wilhelm, Gründer des ersten Stadtteilmuseums Münchens, des schon lange etablierten und vielbesuchten Haidhausen-Museums, legt mit dem vorliegenden Buch eine schöne Sympathiebezeugung für eine weitere Münchner Vorstadt vor - für die Au. Der "ungestaltete Haufen ärmlicher Hütten", der zum Grundbesitz der Familien Preysing und Maxlrain sowie zum Kloster "Am Anger" gehörte, ist schon im 13. Jahrhundert nachweisbar. Gegründet am rechten Isarhochufer, lag die Siedlung zentral und verkehrsgünstig zur Altstadt. Das abgebildete Aquarell von C. A. Lebschée aus dem Jahr 1870 zeigt diese Wohn- und Arbeitssituation sehr deutlich. Immer Wohnort und Lebensmittelpunkt zahlreicher in der Altstadt beschäftigter Dienstboten, Heimat von Handwerkern, Dienstmädchen und Wäscherinnen, wurde die "Au" am 17. Mai 1854 zusammen mit den Vororten Giesing und Haidhausen in die Residenzstadt München eingemeindet. Der Autor beschreibt liebevoll alle Details der verschiedenen Stationen dieser für die über 10.000 Bewohner so entscheidenden Situation, er gibt das Lied über die "Radlwirt-Revoluzzer" von 1848 wieder, beschreibt kenntnisreich das Leben der Bewohner der Au, ihre Gesänge, ihre Tanzvergnügungen und die Wohnsituation in den Herbergen. Breiten Raum nimmt in der Darstellung das Paulanerkloster ein, dessen berühmtester Braumeister, Barnabas Still, der Namensvetter für alle heutigen Nockherberg-Redner war. Ebenso werden der Franziskanerkeller an der Hochstraße und der Salvatorkeller detailreich beschrieben. Die Au beherbergte aber auch das Arbeitshaus des Grafen Rumford, die "Criminal-Strafanstalt" und das Waisenhaus, das 1742 vom Franziskaner Johann Michael Pöppel gegründet worden war. Das "Schweigersche Vorstadttheater" sorgte wie die zweimal jährlich stattfindende "Auer Dult" für Abwechslung und zog Gäste aus den umliegenden Landgemeinden, aber auch aus der Residenzstadt an. Dass der junge Karl Valentin, "das größte Genie unter den zahlreichen Originalen und Künstlern aus der Au" (S. 128), in diesem Milieu groß geworden war und eine Schreinerlehre absolviert hatte, wird heute oft vergessen. Er selbst hatte sich ja immer als Vorstadtkomiker bezeichnet, bewußt seine schneidende Logik hinter einer anheimelnden Fassade versteckend. Alles in allem ist dieser kleine Band gelungen, er ist ein liebenswürdiges Buch für alle München-Liebhaber. Gabriele Greindl in der Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte, Band 69, Heft 3, 2006 |
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Michael Neumann-Adrian: Das König-Ludwig-Wanderbuch "Ein Buch das uns bei der Entscheidungsfindung des nächsten Urlaubs- und Wochenendziels sehr hilfreich ist." Heinz Zeilnhofer, Münchner Merkur |
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